Meister Berlin kassierte am vierten Spieltag zwei Tage nach seinem ersten Erfolg im Duell mit dem spanischen Vertreter Baskonia Vitoria mit 76:80 (29:52) gleich wieder einen herben Dämpfer, und Pokalsieger München steckt durch die zweite Pleite binnen 48 Stunden mit 71:79 (35:43) bei Zenit St. Petersburg weiterhin ohne Sieg unverändert weit hinter seinen Ansprüchen im Tabellenkeller fest.
Berlin war im Vergleich zum Duell am vergangenen Dienstag mit Fenerbahce Istanbul (84:70) kaum wiederzuerkennen. Die Hausherren gingen nur ganz zu Beginn einmal in Führung, danach allerdings übernahmen zunehmend die Iberer das Kommando auf dem Parkett und bauten ihren Vorsprung kurz nach der Pause auf bis zu 27 Punkte aus. Weil die Gäste danach einen Gang zurückschalteten, konnte Berlin gegen die Landsmänner seines Trainers Israel Gonzalez angeführt von seinem US-Star Luke Sikma (19 Punkte) zwar noch einmal bis auf drei Punkte verkürzen, doch behielt Vitoria die Begegnung letztlich unter Kontrolle und fuhr seinen zweiten Saisonsieg ein.
München zeigte in Russland zwei Tage nach dem 70:73 bei Unics Kasan zunächst keinerlei Reaktion auf die Mentalitäts-Kritik seines Trainers Andrea Trinchieri. Im Gegenteil gerieten die Bayern gleich in der Anfangsphase buchstäblich unter die Räder und liefen nach einem 0:11-Start zwischenzeitlich sogar einem 17-Punkte-Rückstand hinterher. Doch die Münchner stemmten sich gegen die Niederlage, kamen bis zur Pause wieder auf acht Zähler heran und gingen im dritten Viertel ihrerseits sogar mit bis zu acht Punkten in Führung. Allerdings verloren die Bayern wie schon in Kasan danach wieder ihren Rhythmus und mussten die Gastgeber trotz insgesamt 24 Punkten ihres überragenden Werfers Darrun Hilliard in der Schlussphase entscheidend ziehen lassen.
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Trinchieris Team steht durch den Fehlstart in die neue EuroLeague-Saison im Rennen um die Play-off-Teilnahme zunehmend unter Druck. Im nächsten Spiel am 21. Oktober (Donnerstag) beim litauischen Kellernachbarn Zalgiris Kaunas benötigen die Bayern dringend einen Befreiungsschlag, um den Anschluss an die Topteams nicht völlig zu verlieren. Berlin muss einen Tag später am 22. Oktober (Freitag) beim serbischen Topteam Roter Stern Belgrad antreten.
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