Borger und ihre Partnerin Julia Sude hatten im "Spiegel" ihren Verzicht auf das Turnier im März mit der Kleidervorschrift für Frauen begründet. Statt des üblichen Sport-Bikinis dürfen die Spielerinnen im Emirat nur in T-Shirts und langen Hosen antreten.
"Wir verrichten dort unsere Arbeit, aber unser Arbeits-Outfit wird uns verwehrt", sagte Borger: "Das ist wirklich das einzige Land und das einzige Turnier, wo wir von einer Regierung vorgeschrieben bekommen, wie wir unsere Arbeit auszuüben haben, und das kritisieren wir."
Der Volleyball-Weltverband sei "noch sehr weit hintendran, überhaupt auf die Athleten und Athletinnen zu hören", kritisierte Borger: "Da ist es auch als Players Association sehr schwer, weiter voranzukommen, wenn man nicht von außen über die Öffentlichkeit Druck entwickelt."
Beachvolleyball
Kleidervorschriften in Katar: Scharfe Kritik an Weltverband
22/02/2021 AM 15:06
Verständnis hat Borger für die Spielerinnen, die dennoch an den Persischen Golf reisen. "Es geht um unsere Existenz, deshalb kann ich auch nachvollziehen, dass einige Spielerinnen am Turnier in Katar teilnehmen werden", sagte Borger. Sie selbst kann auch ohne die Punkte aus Doha leben, die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio an der Seite von Sude steht kurz bevor.
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(SID)
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