Dort heißt es, Frauen hätten statt der üblichen Sport-Bikinis "aus Respekt vor der örtlichen Kultur und Tradition T-Shirts mit kurzen Ärmeln und knielange Hosen" zu tragen, auch im Training.
Am Montagabend hatte der katarische Volleyball-Verband QVA dieser Darstellung widersprochen.
"Wir möchten klarstellen, dass wir keine Forderungen stellen, was die Athleten bei der Veranstaltung tragen sollen", teilte die QVA der französischen Nachrichtenagentur "AFP" mit, "wir respektieren den Verhaltenskodex der FIVB (Volleyball-Weltverband, d.Red.) voll und ganz und haben in der Vergangenheit bei zahlreichen Veranstaltungen in Katar, einschließlich der ANOC World Beach Games, gezeigt, dass es den Athleten freisteht, in internationalen Uniformen anzutreten, wie sie es auch in anderen Ländern tun würden."
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Borger/Sude hatten wegen der Kleiderordnung im Gegensatz zu anderen deutschen Paarungen auf ihren Start in Doha verzichtet. Auch Bundestrainerin Helke Claasen fliegt nicht nach Katar, wie Niclas Hildebrand, der Sportdirektor des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), der "Süddeutschen Zeitung" bestätigte: "Sie hat mir gesagt, dass sie nicht dorthin fahren möchte, weil sie sich als Frau dort nicht respektiert fühlt." Für Claasen springt Bundestrainer Imornefe Bowes ein.

Borger/Sude: Absage sorgt international für Schlagzeilen

Borger hatte zuvor erklärt: "Wir verrichten dort unsere Arbeit, aber unser Arbeits-Outfit wird uns verwehrt. Das ist wirklich das einzige Land und das einzige Turnier, wo wir von einer Regierung vorgeschrieben bekommen, wie wir unsere Arbeit auszuüben haben, und das kritisieren wir." Die Absage hatte auch international für Schlagzeilen gesorgt.
Borger/Sude haben die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio fast schon sicher in der Tasche und entschlossen sich am Montag kurzerhand, ein zweiwöchiges Trainingslager in Spanien abzuhalten. Eine Teilnahme in Doha (ab 8. März) käme für das Duo daher selbst bei üblicher Kleiderordnung nicht infrage. "Sie freuen sich aber darüber, dass sich durch den Druck vielleicht etwas geändert hat", sagte Adam.
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(SID)

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