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Deutsche, Schweden, Österreicher: Die Tops und Flops der Biathlon-WM

Deutsche, Schweden, Österreicher: Die Tops und Flops der Biathlon-WM
Von SID

17/03/2019 um 17:05Aktualisiert 17/03/2019 um 18:28

Nach zehn Wettkampftagen geht die Biathlon-WM im schwedischen Östersund zu Ende. Während unter anderem Dominator Johannes Thingnes Bö, Denise Herrmann oder die schwedische Mannschaft überzeugen konnten, müssen einige Stars wohl auch unzufrieden nach Hause fahren - allen voran Martin Fourcade oder das ÖSV-Team. Die Tops und Flops der Weltmeisterschaft 2019 zusammengestellt vom SID:

Tops

Die Stars im deutschen Team

Denise Herrmann räumte einen kompletten Medaillensatz ab, Arnd Peiffer gewann neben Gold noch zweimal Silber, Laura Dahlmeier holte in Sprint und Verfolgung Bronze: Auf die Stars im Team der deutschen Skijäger war auch in Östersund wieder Verlass.

Peiffer und Herrmann trugen maßgeblich zu den Silbermedaillen in der Mixed- und Männerstaffel dabei. Was passiert eigentlich, wenn die drei das Gewehr mal an den Nagel hängen werden?

Johannes Thingnes Bö

Der 25 Jahre alte Norweger machte genau das, was alle von ihm erwarteten: Medaillen sammeln. Vornehmlich natürlich goldene. Mit vier WM-Titeln und einmal Silber hievte sich Bö auf eine Stufe mit dem Franzosen Martin Fourcade, beide sind nun die erfolgreichsten Männer bei einer einzelnen WM-Ausgabe. Ganz beiläufig sicherte sich der Dominator des Winters auch noch die Siege im Einzel- und Gesamtweltcup. Wow!

Johannes Thingnes Bö (Biathlon-WM 2019)

Johannes Thingnes Bö (Biathlon-WM 2019)Getty Images

Schweden I

Gastfreundschaft, Traumkulissen und jede Menge Schnee: Östersund und alle Beteiligten an dieser WM betrieben in den vergangenen Tagen mächtig Eigenwerbung. Die Titelkämpfe in Mittelschweden waren nicht zuletzt wegen der Seelenruhe der Einwohner ein angenehmes Kontrastprogramm zu den hitzigen Weltcups in Oberhof, Ruhpolding oder Antholz. Dort wird übrigens die nächste WM stattfinden - Östersund hat die Messlatte ziemlich hoch gelegt.

Schweden II

Zur fröhlichen Stimmung trug freilich auch das Abschneiden der Lokalmatadoren bei. Die Erben der großen Magdalena Forsberg haben dem Erwartungsdruck standgehalten und bewiesen, dass die Olympischen Spiele 2018 keine Eintagsfliege waren. Dumm nur, dass im Ruhpoldinger Wolfgang Pichler der Vater des Erfolgs nach der Saison aufhört.

Hanna Öberg (Biathlon-WM 2019)

Hanna Öberg (Biathlon-WM 2019)Getty Images

Doping

Die Befürchtungen nach dem Dopingskandal von Seefeld haben sich nicht bewahrheitet. Bilder von Polizeirazzien und entlarvten Sportlern blieben (wider Erwarten?) aus, das sportliche Geschehen prägte die Berichterstattung. Eigentlich keine besondere Erwähnung wert und völlig normal - aber was ist in diesen Zeiten schon normal?

Flops

Die Frauen hinter Dahlmeier und Herrmann

Erfolg kaschiert Misserfolg? Ganz so einfach ist das nicht. Während Dahlmeier und Herrmann glücklich nach Hause reisen dürfen, sollten sich Vanessa Hinz, Franziska Preuß und Franziska Hildebrand Gedanken machen. Die erhofften (Einzel-)Medaillen wurden deutlich verpasst, Platzierungen außerhalb der Top Ten waren die Regel. Zu wenig für die deutschen Ansprüche.

Martin Fourcade

Der Dominator a.D. war eigentlich schon am Tiefpunkt angekommen - und stürzte dann noch weiter ab. Nach dem schlechtesten WM-Ergebnis (Platz 39 im Einzel) seiner Karriere verballerte Martin Fourcade auch noch die sicher geglaubte Staffelmedaille. Wie er nach jedem Rennen die Schultern hängen ließ und verzweifelt (und erfolglos) nach Erklärungen für seinen Leistungseinbruch suchte, war irgendwann fast zu bemitleiden.

Martin Fourcade in Östersund über 20 km

Martin Fourcade in Östersund über 20 kmGetty Images

Kaugummi-WM

So schön die Tage in Östersund auch waren, etwas weniger hätten es auch getan. Da die Sportler aber natürlich ihre Ruhetage benötigen, sollten die Verantwortlichen des Weltverbands IBU vielleicht mal über das Wettkampfprogramm nachdenken. Benötigt es wirklich eine Single-Mixed-Staffel? Weniger ist manchmal mehr.

Österreich

Rot-Weiß-Rot wollte angreifen, vor allem in den Staffeln etwas reißen. Der Plan des Teams um Trainer Ricco Groß ging allerdings so sehr nach hinten los, dass am Ende nur einmal Bronze zu Buche stand und selbst Bulgarien im Medaillenspiegel vor der Alpenrepublik lag. Autsch!

Video - Showdown beim letzten Schießen: Doll und Fourcade kämpfen um Staffel-Silber

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