Imago

Mit Video | Gold für Öberg, deutsche Biathletinnen ohne Medaille

Mit Video | Gold für Öberg, deutsche Biathletinnen ohne Medaille
Von SID

12/03/2019 um 17:10Aktualisiert 12/03/2019 um 17:38

Die siebenmalige Weltmeisterin Laura Dahlmeier und die deutschen Biathletinnen sind bei der WM in Östersund erstmals ohne Medaille geblieben. Im Einzel über 15 km lief Dahlmeier auf den vierten Rang, ihr fehlten sieben Sekunden zu Bronze. Den Titel sicherte sich die schwedische Olympiasiegerin Hanna Öberg vor der Italienerin Lisa Vittozzi (+23,6 Sekunden) und der Französin Justine Braisaz (+32,5).

Laura Dahlmeier stürmte mit aufgerissenem Mund und kraftvollen Stockschüben dem Ziel entgegen - diesmal blieb ihre Energieleistung allerdings ungekrönt: Trotz einer famosen Schlussrunde hat die Biathlon-Überfliegerin bei der WM in Östersund den "Bronze-Hattrick" und ihre 14. WM-Medaille in Serie verpasst. Im Einzel über 15 km lief die Titelverteidigerin auf Rang vier, 7,0 Sekunden fehlten Dahlmeier nur zu Edelmetall.

"Es können leider nur drei auf dem Podium stehen, am Schluss haben leider ein paar Prozent gefehlt", sagte Dahlmeier in der ARD. Die 25-Jährige, die zuvor in Sprint und Verfolgung Bronze gewonnen hatte, war dennoch zufrieden:

"Es war wieder ein richtig gutes Rennen. Vielleicht war ich beim Schießen nicht schnell genug."

Dahlmeier mit überlegtem und dosiertem Start

In einem kräftezehrenden und dramatischen Rennen sicherte sich die schwedische Olympiasiegerin Hanna Öberg den Titel. Sie blieb wie die Italienerin Lisa Vittozzi ohne Fehlschuss, lief allerdings 23,6 Sekunden schneller. Den dritten Rang, auf den Dahlmeier trotz einer Strafrunde lange gehofft hatte, holte die Französin Justine Braisaz (1/+32,5).

Dahlmeier begann das längste und anspruchsvollste Rennen der Skijäger genau so, wie sie ihre beiden ersten Medaillen gewonnen hatte. Aufgrund der zahlreichen gesundheitlichen Probleme vor und während der Titelkämpfe lief die Bayerin überlegt und mit dosiertem Tempo, dafür räumte sie beim ersten Anschlag liegend alle Scheiben ab. Mit rotem Kopf verschwand sie wieder in den Wäldern Östersunds.

Dort ging sie auf der zweiten Runde offenbar auch nicht über die Schmerzgrenze hinaus, denn auch im viel kniffligeren Stehendanschlag fielen die Scheiben so sicher wie in besten Zeiten. Das gab Mut für die zweite Rennhälfte, in der meistens erst über die Medaillen entschieden wird - so auch im Falle von Dahlmeier.

Während zunächst alles nach einer erneut tadellosen Einlage aussah, ging der 13. Schuss neben das Ziel, eine Strafminute inklusive. Gold war damit zwar in weite Ferne gerückt, allerdings nicht unerreichbar. Die nötigen Voraussetzungen dafür: Eine fehlerfreie Einlage und eine superschnelle letzte Runde.

Dahlmeier, die in ihrer Karriere drei Erfolge im Einzel gefeiert hatte, gelang beides. Sie mobilisierte zum Schluss ihre letzten Kraftreserven und sah beim Blick auf die Anzeigetafel die "1" vor ihrem Namen aufleuchten. Zunächst schob sich Öberg vor die Deutsche, dann Vittozzi - und am Ende auch noch Braisaz.

Video - Fehlerfrei zum WM-Titel: Öberg gewinnt das Einzelrennen

01:38
0
0