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Mit Video | Peiffer wird sensationell Weltmeister im Einzelrennen

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Arnd Peiffer bei der Biathlon-WM

Fotocredit: Getty Images

VonSID
13/03/2019 Am 16:50 | Update 13/03/2019 Am 18:28

Arnd Peiffer hat bei der Biathlon-WM in Östersund völlig überraschend Gold im Klassiker über 20 km gewonnen und den deutschen Männern damit die erste Einzelmedaille beschert. Dank einer fehlerfreien Schießleistung setzte sich der 31-Jährige am Mittwoch deutlich vor dem Bulgaren Wladimir Iliew (+1:08,7 Minuten) und dem Norweger Tarjei Bö (+1:09,1) durch.

Der Wind peitschte Arnd Peiffer heftig um die Ohren, leichter Schneefall erschwerte zusätzlich die Fokussierung auf die Zielscheiben - aber der Routinier blieb sensationell cool:

Dank einer abgezockten Schießleistung hat Olympiasieger Peiffer bei der Biathlon-WM in Östersund über 20 km völlig überraschend die Goldmedaille gewonnen. Für den 31-Jährigen war es der erste Erfolg im Klassiker überhaupt, für Deutschland der erste Einzel-Triumph seit 20 Jahren.

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"Das bedeutet mir so viel, weil ich jetzt Frieden mit diesem verdammten Einzel geschlossen habe. Es hat häufig ein bisschen was gefehlt. Ich bin froh, dass ich da jetzt auch einen Haken dranmachen kann", sagte ein überglücklicher Peiffer und fügte mit einem Schmunzeln an: "Eigentlich verabscheue ich dieses Einzel in Östersund. Aber man muss das Rennen nicht lieben, um eine gute Leistung zu bringen."

Doll: "Freue mich riesig für den Arnd"

Die brachte Peiffer - der im Zielraum dennoch lange um seinen Triumph zittern musste. Doch die Warterei habe ihn überhaupt nicht gestört, behauptete er: "Ich war mit mir völlig im Reinen, ich hätte es nicht besser machen können. Ich konnte es mir ganz entspannt anschauen." So sah er, wie der große Favorit Johannes Thingnes Bö patzte und der aussichtreich im Rennen liegende Lette Andrejs Rastorgujevs im letzten Schießen Nerven zeigte.

Peiffer läuft zur Gold: Highlights eines makellosen Rennens

00:01:35

Peiffer, der seine 14. WM-Medaille holte, bescherte den deutschen Männern in Mittelschweden damit die erste Einzel-Medaille. Für ihn selbst war es nach den Sprintsiegen bei der WM 2011 und Olympia 2018 der dritte große Erfolg in einem Individualrennen. Im Ziel lag er deutlich vor dem Bulgaren Wladimir Iliew (+1:08,7 Minuten) und dem Norweger Tarjei Bö (+1:09,1).

"Ich freue mich riesig für den Arnd", sagte Teamkollege Benedikt Doll. Bundestrainer Mark Kirchner sprach von einem "Wahnsinn. Arnd hat ein Superrennen gezeigt. Einzel-Weltmeister - das hatten wir schon lange nicht mehr." 1999 hatte Sven Fischer in Kontiolahti zuletzt triumphiert. Fischer fiel seinem Nachfolger im Pressezentrum freudestrahlend um den Hals.

Doll, Lesser, Rees durchwachsen

Dass ausgerechnet Peiffer von den vier deutschen Startern zur Goldmedaille stürmen würde, war vor dem Rennen nicht unbedingt zu erwarten. Sein bis dato bestes Resultat im Einzel, in dem die Schießfehler direkt mit einer Strafminute sanktioniert werden, war schließlich ein siebter Rang bei der WM 2012 in Ruhpolding.

Doll (10.), Erik Lesser (11.) und Roman Rees (20.) haben in ihrer Karriere alle schon bessere Einzel-Resultate eingefahren. Nun kam Peiffer aber durch - und das so souverän, dass Kirchner, der 1991 bei der WM in Lahti selbst Gold im Einzel gewonnen hatte, eine "tadellose Komplexleistung" seines Schützlinges würdigte.

Lesser, der mit dem letzten Schuss eine Medaille vergab, erhofft sich durch das Erfolgserlebnis weiteren Aufwind für die restlichen Rennen. "Der Olympiasieger wird jetzt noch Weltmeister. Das stärkt das gesamte Team", sagte er und fügte lächelnd an: "Hoffentlich wird Arnd mit mir ein Bier trinken."

Peiffer: "Auf der Schlussrunde schon sehr gelitten"

Das wird Peiffer bestimmt, zumal er vor der Staffel am Samstag zwei Tage Pause hat. Die hat er sich auch verdient, "denn auf der Schlussrunde habe ich schon sehr gelitten", sagte er. Schon vor dem letzten Schießen habe sein Körper "vibriert".

Die letzten beiden Einzelrennen der WM finden am Sonntag statt, wenn die Titelkämpfe traditionell mit den Massenstarts abgeschlossen werden. Dazwischen feiert zunächst die Single-Mixed-Staffel (Donnerstag) ihre WM-Premiere.

Für den DSV werden Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann und Lesser an der Start gehen. Am Samstag werden zudem die beiden Staffelrennen absolviert. In allen Wettkämpfen besitzen die DSV-Skijäger realistische Medaillenchancen.

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