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Mit Video | Bö geschlagen, Pidrutschnyj holt überraschend Gold

Mit Video | Bö geschlagen, Pidrutschnyj holt überraschend Gold

10/03/2019 um 18:38

Johannes Thingnes Bö hat seine zweite Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften in Östersund verpasst. Der Ukrainer Dymtro Pidruschnyi holte sich den Sieg. Der Norweger lag lange in Front, musste aber im letzten Schießen drei Fehler hinnehmen und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Dritter wurde Quentin Fillon-Maillet. Bester Deutscher wurde Erik Lesser auf Rang elf.

"Wir waren nicht schlecht, aber auch nicht gut genug für die Medaillen. Das war das ein oder andere Fehlerchen zu viel", sagte Bundestrainer Mark Kirchner:

"Die Platzierungen sind akzeptabel, aber bei einer WM wird nach Medaillen abgerechnet."

Hinter Pidruschni und Bö holte der Franzose Quentin Fillon Maillet Bronze. Zweitbester Deutscher war Benedikt Doll (Breitnau) auf dem zwölften Platz, direkt dahinter landete der Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld). Philipp Nawrath (Nesselwang/21.) und Johannes Kühn (Reit im Winkl/24.) hatten ebenfalls keine Chance.

Video - Drei Fehler im letzten Schießen! So verpasste Superstar Bö die Goldmedaille

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"Das wurmt. Es ist nicht total schlecht, aber es reicht eben nicht, um ganz nach vorne zu laufen", sagte Doll ernüchtert. Den Triumph von Pidruschni nannte er "überraschend. Wo er jetzt auf einmal herkommt? Hinten raus so zu schießen - Respekt."

Schießstand bei DSV-Team ausschlaggebend

Bei den Frauen hatte Denise Herrmann (Oberwiesenthal) zuvor die erste Goldmedaille für den Deutschen Skiverband (DSV) geholt. Die siebenmalige Weltmeisterin Laura Dahlmeier (Partenkirchen) holte Bronze und gewann damit im 13. WM-Rennen nacheinander Edelmetall. Für die Männer wären die Chancen gar nicht so schlecht gewesen, der in diesem Winter dominierende Bö erwischte nicht seinen besten Tag und musste gleich fünf Strafrunden drehen.

Allerdings patzten Lesser und Co. ebenfalls am Schießstand - das war letztlich ausschlaggebend für die schwachen Resultate. Lesser war 45 Sekunden hinter Bö in die Loipe gegangen, der Rückstand von Peiffer betrug 47 Sekunden. Doll, der eine mögliche Sprint-Medaille durch zwei Fehler im letzten Schießen vergeben hatte, folgte ebenso wie Nawrath knapp 20 Sekunden danach. Doch der Rückstand des Quartetts zumindest auf Norwegens Superstar wuchs weiter an.

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Denn nur Lesser blieb beim ersten Schießen ohne Fehler - der 30-Jährige ist allerdings der schwächste Deutsche in der Loipe und kann das Tempo von Bö längst nicht mitgehen. Auch seine Lücke zum Podium, die nach dem fehlerfreien Anschlag lediglich sechs Sekunden betrug, wurde auf der zweiten Runde größer. Der ehemalige Verfolgungsweltmeister musste also weiterhin sicher schießen, um seine Chancen am Leben zu halten.

Und das tat er auch, nach der zweiten tadellosen Serie lag der Thüringer gemeinsam mit Martin Fourcade (Frankreich) und Alexander Loginow (Russland) eine halbe Minute hinter Bö, der zur Halbzeit eine Strafrunde hatte drehen müssen. Da sich Lesser dann aber zwei Extrarunden einhandelte, war vor dem letzten Schießen Doll auf Rang acht der beste Deutsche. Nach zwei Fehlern musste jedoch auch er endgültig alle Medaillenhoffnungen begraben.

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