Getty Images

Mit Video | Deutsche Mixed-Staffel gewinnt Silber zum Auftakt

Mit Video | Deutsche Mixed-Staffel gewinnt Silber zum Auftakt
Von Eurosport

07/03/2019 um 18:14Aktualisiert 07/03/2019 um 19:03

Die deutsche Mixed-Staffel hat bei der Biathlon-WM in Östersund die Silbermedaille gewonnen. Das Quartett bestehend aus Denise Herrmann, Vanessa Hinz, Arnd Peiffer und Benedikt Doll hielt bis zum letzten Schießen mit den favorisierten Norwegern mit. Im entscheidenden Moment behielt Vetle Sjåstad Christiansen jedoch im Zweikampf mit Doll die Nerven.

Nach 2x6 und 2x7,5 km musste sich der Weltmeister von 2017 und Vize-Weltmeister von 2016 nur Norwegen um 13,1 Sekunden geschlagen geben.

Rang drei ging an Italien (+1:09,6 Minuten). Zuletzt war das deutsche Team 2015 im ersten WM-Rennen ohne Edelmetall geblieben - in Kontiolahti reichte es damals nur zu Rang sechs.

Dahlmeier hätte eigentlich an Position zwei laufen sollen. Wegen leichter gesundheitlicher Probleme hatte sich der Deutsche Skiverband (DSV) aber mit Blick auf die bevorstehenden Sprint- und Verfolgungsrennen zur Vorsichtsmaßnahme entschieden und Dahlmeier durch Herrmann ersetzt.

"Wir haben alles gegeben und bravourös gekämpft. Wir haben Silber gewonnen und nicht Gold verloren", sagte ein glücklicher Bundestrainer Mark Kirchner.

Spannende letzte Schießeinlage

Die Entscheidung über Gold und Silber fiel beim letzten von insgesamt acht Schießeinlagen. Während der Norweger Vetle Sjastad Christiansen fehlerfrei blieb, leistete sich Doll zwei Schießfehler. "Ich bin schon erhöhtes Risiko gegangen. Vetle war leider der bessere Schütze", sagte Doll in der "ARD".

Video - Zwei Fehler beim letzten Schießen: Hier vergibt Doll die Chance auf Gold

01:28

Für das spannungsgeladene Finale hatte zuvor auch Olympiasieger Peiffer gesorgt, der im Wettstreit mit dem zwölfmaligen Saisonsieger Johannes Thingnes Bö mithielt. Er schickte Doll mit nur 15,4 Sekunden Rückstand auf Christiansen in die Loipe - die Italiener, zur Halbzeit ebenfalls noch ganz vorne mit dabei, waren zu diesem Zeitpunkt bereits entscheidend distanziert.

Zuvor hatten die beiden deutschen Frauen Licht und ein wenig Schatten erlebt. Hinz, die in nahezu allen Staffeln als Startläuferin in die Loipe geht, wollte dem dichten Gedränge zu Beginn entfliehen und setzte sich sofort an die Spitze des Feldes. Sie blieb nach der ersten tadellosen Einlage auch vorne dabei, verlor durch zwei Patzer im Stehendschießen aber viel Zeit. "Ich hätte es gerne ein bisschen besser gemacht", sagte die 26-Jährige, die Herrmann mit 29,8 Sekunden Rückstand in die Loipe schickte.

Die frühere Langläuferin war erst durch den Ausfall von Dahlmeier ins Team gerutscht, sie machte ihrem Ruf als furiose Läuferin aber gleich alle Ehre - und traf. Nach ihrem ersten Schießen lag das DSV-Team dank Herrmann, die eine schwarz-rot-goldenen Bemalung auf der Wange trug, nur noch zwei Sekunden hinter der Spitze. Trotz dreier Nachlader stehend übergab die 30-Jährige als Führende an Peiffer.

Video - Norwegen eiskalt: Die Highlights der Mixed-Staffel

01:36

"Die Strecke liegt mir, das weiß ich", sagte Herrmann:

"Ich habe schnell gemerkt, dass die Beine wieder da sind. Zudem hatte ich Bombenmaterial unter den Füßen."

Video - Großes Kämpferherz: Biathlon-Youngster schleppt sich mit einem Ski ins Ziel

00:26
0
0