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Ustjugow des Dopings überführt: Nachträgliches Olympia-Gold für Deutschland möglich

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Jewgeni Ustjugow (Russland)

Fotocredit: Eurosport

VonEurosport
15/02/2020 Am 13:16 | Update 15/02/2020 Am 13:16

Die deutschen Biathlon-Männer könnten nachträglich Staffel-Gold von den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi erhalten. Wie der Weltverband IBU mitteilte, werden Jewgeni Ustjugow, der mit der russischen Staffel vor sechs Jahren Olympiasieger geworden war, wegen des Verstoßes gegen Anti-Doping-Regeln alle Ergebnisse zwischen dem 27. August 2013 und dem Ende der Saison 2013/14 aberkannt.

Das gab die IBU am Rande der Biathlon-WM in Antholz bekannt. Als Grund nannte der Weltverband die Verwendung des anabolen Steroids Oxandrolon. Das deutsche Quartett mit Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp hatte in Sotschi den zweiten Platz belegt. Die Entscheidung über eine nachträgliche Disqualifikation der russischen Staffel und eine Neuvergabe der Medaillen kann aber nur das Internationale Olympische Komitee (IOC) treffen.

Die IBU hatte im November 2018 auf Grundlage der Daten aus dem Moskauer Labor-Informations- und Management-System (LIMS) Verfahren gegen Ustjugow, der 2010 bereits Olympiagold im Massenstart gewonnen hatte, und drei weitere russische Biathleten eingeleitet. Darunter war auch die ebenfalls bereits zurückgetretene Swetlana Slepzowa, Staffel-Olympiasiegerin von 2010.

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Deren Resultate strich die IBU ebenfalls für den Zeitraum vom 22. März 2013 bis zum Ende der Saison 2013/14 wegen Verwendung des Anabolikums Ostarin aus den Ergebnislisten. Sowohl Ustjugow als auch Slepzowa haben 21 Tage Zeit, das Urteil der IBU vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS anzufechten. Wie die russische Nachrichtenagentur "TASS" berichtete, werden beide Athleten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

Erst am Donnerstag hatte die IBU bekannt gegeben, dass gegen Ustjugow wegen Unregelmäßigkeiten in dessen biologischem Pass zwischen Januar 2010 und Februar 2014 ein weiteres Verfahren eröffnet wurde. Laut der russischen Nachrichtenagentur TASS hat der 34-Jährige, der seine Karriere nach der Saison 2013/14 beendet hatte, bei einem Gericht in Österreich Klage gegen die in Salzburg ansässige IBU eingereicht.

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