26 Jahre lang war Anders Besseberg Präsident des Biathlon-Weltverbandes. Mindestens einige Jahre seiner Amtszeit soll er gemeinsam mit der ehemaligen Generalsekretärin Nicole Resch russische Dopingpraktiken gedeckt haben.
Kurz vor Start der Biathlon-WM in Pokljuka scheint der Fall nun zu einem Abschluss zu kommen. Die externe Untersuchungskommission ERC hat in ihrem Bericht den Korruptionssumpf klar dargestellt. "Das von Herrn Besseberg proklamierte Engagement für sauberen Sport war nach Ansicht der Kommission eine Farce", heißt es im Bericht unter anderem.
Auch Arnd Peiffer hat sich auf der digitalen Pressekonferenz im Vorfeld der WM "erschüttert" von den Ergebnissen gezeigt, erklärte aber auch: "Trotzdem hat es uns Athleten nicht aus den Socken gehauen, weil man schon gerüchteweise gehört hat, was da passiert ist. Aber es ist gut und wichtig, dass es jetzt alles nochmal schwarz auf weiß gibt."
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In dem Skandal sieht Peiffer gleichzeitig auch die Chance für einen Neustart. Der Verband bekäme so die Gelegenheit, sich neu aufzustellen, was am Ende den Sportlern zugute kommt.
Peiffer selbst hofft bei der anstehenden WM auf eine Medaille.
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