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Für Laura Dahlmeier beginnt in der Eiseskälte die heiße Phase: "Wird unheimlich schön"

Für Dahlmeier beginnt in der Eiseskälte die heiße Phase: "Wird unheimlich schön"
Von SID

06/02/2019 um 15:51Aktualisiert 06/02/2019 um 15:55

Nach den furiosen Auftritten in Antholz will sich Laura Dahlmeier in Canmore den Feinschliff für die Biathlon-WM holen. In der Eiseskälte der Rocky Mountains ist es für sie bereits die Generalprobe für die Titelkämpfe. Das Wetter könnte ihr allerdings einen Strich durch die Rechnung machen. Wegen Temparaturen von unter minus 20 Grad könnten die Rennen abgesagt werden.

Von der klirrenden Kälte wollte sich Laura Dahlmeier die gute Laune schon gar nicht verderben lassen. Dick eingepackt und mit breitem Grinsen im Gesicht balancierte die Biathlon-Königin vor dem herrlichen Winterpanorama der Rocky Mountains auf einem Bein. "Ein bisschen Yoga am Morgen vertreibt Kälte und Sorgen", schrieb die Doppel-Olympiasiegerin dazu auf Facebook. Dass ihr bei Temperaturen um minus 20 Grad sogar die Haare gefroren? Völlig egal. Dahlmeier startet im Eisschrank von Canmore voll fokussiert in die heiße Phase der WM-Vorbereitung.

Video - Zurück in der Weltspitze: Dahlmeier überzeugt in Antholz

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Rennabsagen möglich

Schon mit ihrem ersten Sieg nach den vielen krankheitsbedingten Pausen habe Dahlmeier in Antholz "gezeigt, dass sie auf dem richtigen Weg ist", attestierte der Sportliche Leiter Björn Weisheit. Da die 25-Jährige den letzten Weltcup vor der WM in Soldier Hollow/USA auslässt und lieber zu Hause trainiert, will sie sich in Kanada den Feinschliff für die Titelkämpfe im März holen - wenn ihr nur das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht.

Aufgrund der immensen Kälte sind Rennabsagen in Canmore nicht auszuschließen. Nach den Wettkampfregeln des Weltverbandes IBU sind bei Temperaturen von unter minus 20 Grad keine Weltcup-Starts erlaubt. Bei Temperaturen von minus 15 Grad entscheidet die Jury über eine Rennaustragung. Für die Einzel der Männer (18.00 Uhr MEZ) und Frauen (22.10 Uhr MEZ/beide ARD und Eurosport) sind "gemütliche" 15 Grad unter Null vorhergesagt, am Wochenende soll es noch kälter werden. Die Staffeln wurden sicherheitshalber bereits von Samstag auf Freitag vorverlegt.

Dahlmeier jedenfalls ist bereit. Nach dem anstrengenden Weltcup in Antholz, wo sie sich neben dem Sieg im Massenstart mit den Rängen zwei und vier in Verfolgung und Sprint endgültig in der Weltspitze zurückmeldet hatte, meinte die siebenmalige Weltmeisterin zwar, dass sie läuferisch noch "zwei, drei Prozent aufholen" müsse. Jedoch habe sie danach eine "erholsame Woche in der Heimat" verbracht, in der sie "neue Kraft tanken konnte". Anderen Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV) fehlt da im Hinblick auf die WM noch mehr.

Weltcup in Kanada genießen

So hat Ex-Weltmeister Erik Lesser noch nicht einmal eine Teilnorm für Östersund erzielt - im schlechtesten Fall bleiben dem 30-Jährigen dafür nur noch drei Rennen Zeit. Der formschwache Massenstart-Champion Simon Schempp verzichtet indes komplett auf die Weltcups in Übersee. Immerhin ist dessen Freundin Franziska Preuß nach auskurierter Kehlkopfentzündung wieder am Start, auch wenn die Ruhpolding-Siegerin sagte: "Ergebnisse spielen erst mal keine Rolle."

Bei Dahlmeier ist dies freilich etwas anders gelagert - genießen will sie in Kanada trotzdem. "Es ist was anderes als bei den Januar-Weltcups, wo so brutal viel drum herum ist und man so unter Druck steht. Es wird unheimlich schön", sagte die leidenschaftliche Hobby-Bergsteigerin und schwärmte vom "Tiefschneefahren und Eisklettern" in der Gegend. Zeit wird sie dafür bei dem eng getakteten Terminplan kaum finden - weitere Spitzenergebnisse wären da ein guter Trost.

Video - Triumph trotz Strafrunde! Dahlmeier zurück auf dem Thron

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