SID

IBU sieht IOC-Sanktionen als "Ansporn"

IBU sieht IOC-Sanktionen als "Ansporn"
Von SID

13/06/2018 um 12:25Aktualisiert 13/06/2018 um 12:28

Der Biathlon-Weltverband IBU hat die Sanktionen durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) als "Ansporn zur Umsetzung der Reformschritte" bewertet.

Man sei "zuversichtlich, dass die angeforderten Berichte über das Anti-Doping-Programm der IBU, die Governance-Reformen und die Bemühungen der von der IBU unabhängigen Arbeitsgruppe bezüglich der Moskauer Datenbank und der von der WADA veröffentlichten Daten zur Zufriedenheit des IOC erfolgen werden", hieß es in einer Mitteilung der IBU am Mittwoch.

Das IOC hatte am Dienstag im Zuge des Doping- und Korruptionsskandals alle Zahlungen an die IBU eingestellt. Die Zuwendungen sollen erst dann fortgesetzt werden, wenn der Biathlon-Weltverband unter anderem einen neuen Präsidenten gewählt und seine Anti-Doping-Verfahren reformiert habe, hieß es von Seiten des IOC.

Zuletzt hatte die IBU auf ihrer Vorstandssitzung eine tiefgehende Untersuchung der eigenen Strukturen beschlossen. So soll das Anti-Doping-Programm von der Vereinigung der führenden Nationalen Anti-Doping-Agenturen (iNado) geprüft werden. Ein entsprechender Bericht soll vor dem nächsten IBU-Kongress Anfang September veröffentlicht werden. Zudem sollen die Gespräche mit der unabhängigen Behörde für Doping-Testverfahren (ITA) intensiviert und eine IBU-Ethikkommission eingerichtet werden.

Die Mitgliedsverbände wählen auf dem IBU-Kongress von 5. bis 9. September im kroatischen Porec einen neuen Präsidenten. Der langjährige norwegische Präsident Anders Besseberg war im Zuge des Skandals zurückgetreten, die deutsche Generalsekretärin Nicole Resch lässt ihr Amt seit April ruhen.

Die IBU befindet sich seit einigen Wochen in einer tiefen Glaubwürdigkeitskrise. Anfang April war öffentlich geworden, dass seit Ende 2017 Ermittlungen der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien wegen Doping- und Betrugsverdachts sowie Geschenkannahme laufen. Die Ermittlungen richten sich gegen Besseberg und Resch sowie russische Sportler und Betreuer.

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