Weiter meinte der Norweger: "Was macht es dann schon aus, ob man Vierter oder Zehnter wird? Warum sollte ein Sportler, der einen schlechten Tag hat und nach dem letzten Schießen auf dem 20. Rang liegt, in der letzten Runde alles geben, um Plätze gutzumachen, anstatt Energie für das nächste Rennen zu sparen?"
Auch das Wegfallen von Streichresultaten sieht Bö mit gemischten Gefühlen. "Wenn es zu unerwarteten Ereignissen wie Krankheit, Tod, Geburt usw. kommt, kann ein Athlet, der noch nie einen Gesamtweltcupsieg geholt hat, vor einer extrem schweren Entscheidung stehen", meinte der 29-Jährige.
Es gebe zudem die Gefahr, "dass ein Athlet am Anfang ausfällt und im Gesamtweltcup dann noch weiter hinten liegt als bisher".
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Dann bestehe auch die Möglichkeit, "dass er den Kampf um den Weltcup aufgibt und sich voll auf die WM konzentriert", warnte Bö.

Bö befürwortet veränderte Punktvergabe

Allerdings findet der Norweger auch Gefallen an einigen Änderungen, besonders der Punktvergabe. "Es ist sehr positiv, dass der Sieger viel mehr erhält als der Fünftplatzierte. Der Unterschied zwischen dem ersten und fünften Platz beträgt nun 45 Punkte", erklärte Bö.
Zuvor habe es diese Differenz zwischen dem ersten und 25. Platz gegeben. "Deshalb ist es jetzt noch wichtiger, um jeden Millimeter zu kämpfen. Der Bruchteil einer Sekunde kann den Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage in der Weltcup-Gesamtwertung ausmachen", meinte der zwölfmalige Weltmeister.
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