"Es freut mich wahnsinnig, dass ich dabei sein kann", sagte Dahlmeier auf SID-Anfrage, "das ist für mich was ganz Besonderes. So kurz nach meinem Rücktritt hat sich das mehr oder weniger durch Zufall ergeben."

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Dahlmeier hatte am 15. Juni den Zugspitz Basetrail XL über 38,7 km von Mittenwald nach Garmisch-Partenkirchen gewonnen - das Rennen war die offizielle WM-Qualifikation. "Danach habe ich die Anfrage bekommen, da habe ich nicht lange gezögert", sagte sie.

Beim Zugspitz Ultratrail-Basetrail XL benötigte sie 4:15:38 Stunden für ihren Erfolg. Den Karwendelmarsch über 52 Kilometer bewältigte sie in 4:51:03h. Die Renndauer bei der WM werde laut DLV ähnlich lange dauern. Bei der WM ist eine Distanz von 41,5km mit einem Höhenunterschied von 2184m zu bewältigen.

"Als es klar war, dass sie mit ihrem Ausdauerpotenzial auch ohne Schnee gut mit den Bergen klarkommt, hat sie im Rahmen unserer Kriterien den Sprung ins Team geschafft", sagte DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska dem SID am Rande der Leichtathletik-WM in Doha. Er traut Dahlmeier sogar im Flachen eine erfolgreiche Laufkarriere zu. "Sie hat eine außergewöhnliche Grundlagenausdauer und ist eine Wettkämpferin. Aber ich kenne ihre individuellen Nach-Karriereziele nicht", sagte Gonschinska.

Dahlmeier betonte, sie habe "nicht die gleichen Ambitionen wie bei einer Biathlon-WM, wo ich immer auf Sieg gelaufen bin. Für mich geht es auch ums Erlebnis."

"Ich freue mich, so eine fantastische Sportlerin wie Laura im Team zu haben. Sie ist nicht nur eine gute Läuferin, sondern auch eine gute Kletterin", wird DLV-Berglauf-Berater Kurt König zitiert.

Es ist immer etwas Besonderes, wenn sich ein Wintersportler dem Sommersport zuwendet oder umgekehrt.

Dahlmeier, die neben den beiden Olympiasiegen noch insgesamt sieben WM-Titel vorzuweisen hat, beendete im Frühjahr ihre Biathlon-Karriere. Neben der 26-Jährigen wurden noch Stefanie Doll, Moritz auf der Heide, Benedikt Hoffmann und Florian Reichert für die Berglauf-WM nominiert.

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