Der 31-Jährige hatte bis zuletzt das norwegische B-Team der Damen betreut und darüber hinaus seine Ehefrau und Gesamtweltcupsiegerin Marte Olsbu Röiseland auf ihrem Weg in die absolute Weltspitze begleitet.
"Ich kann mich nicht erinnern, wann in Deutschland zuletzt ein ausländischer Trainer, der die deutsche Sprache nicht perfekt beherrscht, gearbeitet hat. Allerdings ist Norwegen der Marktführer im Biathlon, deswegen bin ich überzeugt, dass das funktionieren wird", betonte der Staffel-Olympiasieger von 2006.
Olsbu Röiseland unterstützt ab dem 1. Mai diesen Jahres Chefcoach Kristian Mehringer und tritt im DSV-Team damit die Nachfolge des bisherigen Disziplintrainers Florian Steirer an, dessen Vertrag am Ende der abgelaufenen Saison nach insgesamt vier Jahren nicht verlängert worden war.
Biathlon
Paukenschlag beim DSV: Röiseland kommt als Damen-Trainer
27/04/2022 AM 07:55
"Für mich als jungen Trainer ist es schon etwas ganz Besonderes, mit diesem Team im Weltcup zu arbeiten. Ich freue mich jedenfalls sehr auf diese neue Aufgabe", zeigte sich der Norweger begeistert.

Rösch von Olsbu Röiseland überzeugt: "Wird sehr gute Impulse reinbringen"

Auch Eurosport-Experte Rösch blickt der bevorstehenden Zusammenarbeit durchaus optimistisch entgegen.
"Wie es letztendlich dann mit der Kommunikation aussieht, ob diese dann auf Englisch stattfindet, sei mal dahingestellt. Rein von der Trainingsphilosophie her glaube ich, dass Olsbu Röiseland sehr gute und neue Impulse reinbringen wird. Schließlich ist seine Frau ja auch keine Schlechte", sagte er mit einem Augenzwinkern.

Sverre Olsbu Röiseland

Fotocredit: Imago

Rösch verteidigt DSV-Damen: "Auf dem Papier schlechter als es ist"

Obwohl der vergangene Weltcup-Winter trotz des Olympiasieges von Denise Herrmann in Peking aus Sicht der deutschen Damen insgesamt durchwachsen verlief, sieht Rösch durchaus Potential.
"Wenn man das Abschneiden der deutschen Damen mit den Jahren zuvor vergleicht, muss man sagen, dass die Ergebnisse im vergangenen Winter nicht mehr ganz so gut waren wie in den Saisons davor. Punktuell gibt es mit Denise Herrmann, die Zehnte im Gesamtweltcup wurde, Vanessa Voigt und Franziska Preuß, die in diesem Jahr mit ihren Verletzungen und ihrer Corona-Erkrankung viel Pech hatte, dennoch gute Ansätze. Meiner Meinung nach sieht es auf dem Papier schlechter aus als es ist", stellte er klar.
Nichtsdestotrotz hält der 38-Jährige den Trainerwechsel im DSV-Team für eine gute Entscheidung: "Ich glaube, dass es wichtig ist, mal wieder neue Reize zu setzen - in diesem Fall mit einem neuen Trainer, der aus einem anderen Land kommt und eine andere Sprache spricht."
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