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Biathlon: Laura Dahlmeier bei der Verfolgung in Nove Mesto auf Rang sieben

Rückschlag für Dahlmeier in der Verfolgung
Von SID

17/12/2016 um 18:25Aktualisiert 17/12/2016 um 18:50

Laura Dahlmeier hat beim Biathlon-Weltcup im tschechischen Nove Mesto auch in der Verfolgung die Podestplätze verpasst. Einen Tag nach ihrem vierten Rang im Sprint belegte die 23-Jährige nach drei Schießfehlern in der Verfolgung den siebten Platz. Den Sieg sicherte sich überraschend Anais Chevalier (1) vor Dorothea Wierer (2) und Tatjana Akimowa (1). Beste Deutsche war Franziska Preuß als Sechste.

Mit dem nächsten Podestplatz wurde es zwar nichts, dafür bringt Laura Dahlmeier ihr Gelbes Trikot erstmals mit nach Deutschland: Durch ihren siebten Platz in der Verfolgung von Nove Mesto ist der Überfliegerin die Führung im Gesamtweltcup im letzten Rennen des Jahres nicht mehr zu nehmen.

Die Partenkirchnerin wird damit auch beim Heim-Weltcup in Oberhof (5. bis 8. Januar 2017) im begehrtesten Biathlon-Leibchen antreten.

Weltmeisterin Dahlmeier lag bei Gänsehaut-Atmosphäre vor 35.000 Zuschauern in Tschechien zwar nach dem zweiten Schießen zwischenzeitlich in Führung, nach drei Patzern verpasste sie anschließend jedoch den Sprung auf das Podest.

Einen Tag nach ihrem vierten Platz im Sprint hielt sich die Enttäuschung über das bislang schwächste Resultat des Winters bei der 23-Jährigen jedoch in Grenzen, denn sie bleibt weiterhin die Beste ihrer Zunft.

Mit 356 Punkten führt Dahlmeier nach sieben Saisonrennen souverän vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen (278) und der Französin Marie Dorin-Habert (255). Da im Massenstart am Sonntag (14.15 Uhr/ARD und Eurosport) nur noch 60 Punkte vergeben werden, ist der dreimaligen Saisonsiegerin die Spitzenposition vor der kurzen Weihnachtspause nicht mehr zu nehmen.

Den Triumph in der Verfolgung sicherte sich überraschend Anais Chevalier (Frankreich/1) vor Dorothea Wierer (Italien/2) und Tatjana Akimowa (Russland/1). Dahlmeier hatte im Ziel nach 10 km 57,0 Sekunden Rückstand auf Chevalier, die erstmals in ihrer Karriere siegte.

Beste Starterin des Deutschen Skiverbandes (DSV) wurde Franziska Preuß (2) als Sechste. "Das ist großartig, das macht einfach so viel Spaß bei dieser Kulisse", sagte Preuß am ARD-Mikrofon. Franziska Hildebrand (1) schaffte es als Zehnte ebenfalls unter die Top 10, Miriam Gössner (6) musste sich mit Platz 50 begnügen.

Schempp verpasst Podestplatz

Der ehemalige Staffel-Weltmeister Simon Schempp hatte zuvor seinen ersten Podestplatz in diesem Winter nur hauchdünn verpasst. Ohne Schießfehler landete der 28-Jährige aus Uhingen in der Verfolgung auf dem vierten Platz und hatte nach 12,5 km nur 0,1 Sekunden Rückstand auf den dritten Rang, den sich Quentin Fillon Maillet (Frankreich) im Zielsprint sicherte.

"Ich bin mit dem Rennen zufrieden, auch wenn ich den Zielsprint knapp verloren habe. Ich habe endlich mal wieder alles getroffen, das gibt Selbstvertrauen", sagte Schempp: "Auf der Strecke lief es auch nicht verkehrt, obwohl es viele versteckte Eisplatten nicht so einfach gemacht haben."

Schempp war von Rang 17 ins Rennen gegangen und zeigte bei Gänsehaut-Atmosphäre eine überzeugende Vorstellung. Auch der für Belgien startende Michael Rösch überzeugte auf den WM-Strecken von 2013 erneut und wurde wie schon vor einer Woche in Pokljuka/Slowenien ohne Patzer am Schießstand starker Sechster.

Seinen sechsten Saisonsieg im siebten Rennen feierte Dominator Martin Fourcade (Frankreich/1) mit 30,2 Sekunden Vorsprung vor Anton Schipulin (Russland/2). Zweitbester DSV-Athlet hinter Schempp war Benedikt Doll (Breitnau/2) auf Platz 15.

Video - Weltklasse: Fourcade dominiert auch in der Verfolgung

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