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Start von Laura Dahlmeier in Ruhpolding ist möglich

Dahlmeier-Start in Ruhpolding möglich
Von SID

09/01/2019 um 15:13Aktualisiert 09/01/2019 um 15:21

Laura Dahlmeier verzichtet auf einen Start beim Weltcup in Oberhof. Die Gesundheit machte der Olympiasiegerin wieder einmal zu schaffen, ein Start beim Heimspiel in Ruhpolding scheint aber möglich. "Ich freue mich", schrieb sie unter ein Selfie, "wenn ich in Ruhpolding wieder fit an den Start gehen kann". Bis dahin lautet die Devise aber: einsame Trainingskilometer statt Hexenkessel am Grenzadler.

Eine Erkältung über die Feiertage hatte die Doppel-Olympiasiegerin, die erst kurz vor Weihnachten nach langer Pause in den Weltcup zurückgekehrt war, ausgebremst.

Also feilt die gesundheitlich so oft geplagte Bayerin in ihrer Heimat an der Form, statt sich beim Weltcup im Thüringer Wald durch Schneetreiben und Wind zu quälen.

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"Laura ist jetzt seit vier, fünf Tagen im Training. Sie fühlt sich so weit ganz gut", sagte Disziplin-Trainer Kristian Mehringer am Mittwoch in Oberhof:

"Sie wird diese Woche wie geplant trainieren. "

Die Entscheidung, ob ein Start in Ruhpolding in der folgenden Woche schon möglich ist, falle am Montag.

Wenn es um die Gesundheit seiner in der Vergangenheit so oft angeschlagenen Vorzeigeathletin geht, lässt der Deutsche Skiverband höchste Vorsicht walten. "Oberste Prämisse ist, dass man nichts riskiert", sagte DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach dem SID. Erst Anfang November war die Partenkirchnerin in ein leichtes Training eingestiegen, nachdem sie in Folge mehrerer gesundheitlicher Rückschläge und eines geschwächten Immunsystems eine Zwangspause eingelegt hatte.

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Auch von Dahlmeiers bärenstarkem Comeback kurz vor Weihnachten, als sie in Nove Mesto in ihrem ersten Weltcup-Rennen seit März gleich aufs Podium stürmte, lässt man sich beim DSV nicht blenden. "Das zeigt einmal mehr, was sie für eine absolute Ausnahmeathletin ist. Aber das bedeutet nicht automatisch, dass wir nach einer so schwierigen Phase jede Woche Höchstleistungen und Wunder erwarten dürfen", sagte Florian Steirer, neben Mehringer Disziplin-Trainer der deutschen Frauen.

Hoffnungen ruhen auf Herrmann

Alles ist darauf ausgerichtet, die siebenmalige Weltmeisterin bis zur WM im März im schwedischen Östersund behutsam aufzubauen und wieder voll in die Spur zu bringen, schließlich ist sie dort in Normalform das heißeste Eisen des DSV im Kampf um Medaillen. In Oberhof müssen es daher in Abwesenheit von Dahlmeier und Vanessa Hinz, die krankheitsbedingt fehlt, erst mal andere richten.

Große Hoffnungen liegen im Sprint am Donnerstag (14:30 Uhr bei Eurosport) etwa auf Denise Herrmann, die in der Pause zwischen den Jahren fleißig an ihren Schwächen mit dem Gewehr gearbeitet hat. "Denise ist sehr gut über die Tage gekommen, hat gut trainiert und hat Selbstvertrauen am Schießstand gesammelt", sagte Mehringer. Und schon bei der World Team Challenge in der Schalker Fußballarena vor dem Jahreswechsel habe sie schließlich "gezeigt, dass sie es draufhaut".

Beunruhigt wirkte Mehringer jedenfalls auch ohne seine Top-Athletin Dahlmeier im Kader überhaupt nicht. "Wir können positiv nach vorne schauen", sagte der Trainer:

"Ich denke, dass wir hier in Oberhof eine schlagkräftige Truppe dabei haben. "

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