Von ihrer großen Chance in den tief verschneiten schwedischen Wäldern möchte Franziska Preuß nichts wissen. "Ich versuche ohne Druck in Östersund zu starten, ohne Punkte in meinem Kopf", stellte die 27-Jährige energisch klar. Im Kampf um Platz drei im Gesamtweltcup will sie sich nicht von irgendwelchen Rechnereien aus der Ruhe bringen lassen - sondern den besten Winter ihrer Karriere krönen.
"Ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit meiner Saison. Deswegen gehe ich mit einer gewissen Lockerheit, optimistisch und zuversichtlich ins Finale rein", sagte Preuß vor dem Sprint am Freitag (12:30 Uhr live bei Eurosport mit Joyn+!)
Bei noch drei ausstehenden Rennen fehlen der Bayerin lediglich 29 Punkte auf die Schwedin Hanna Öberg, die im Kampf um die große Kristallkugel derzeit auf Rang drei liegt. Dazu ist der Triumph im Massenstart-Weltcup noch möglich.
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Es wäre der nächste Schritt in der erstaunlichen Entwicklung der Franziska Preuß. In diesem Winter mauserte sie sich zur absoluten Spitzenathletin und Nummer eins im deutschen Team.

Preuß über ihr Erfolgsgeheimnis: Sie "habe einige Dinge im Training geändert"

Dreimal der Sprung aufs Stockerl, dazu in 23 Rennen 17 Mal unter den Top Ten - ihre Beständigkeit ist beeindruckend. "Mit der Konstanz, die sie hat, kann sie immer ganz vorne mitmischen", lobte Trainer Kristian Mehringer. Es fehle nur "ein Quäntchen Glück", dass sie noch regelmäßiger auf dem Podest auftaucht.
Sie "habe einige Dinge im Training geändert", erzählt Preuß über ihr Erfolgsgeheimnis. Die Rückkehr zu ihrem alten Trainer Tobias Reiter tat ihr ebenso gut wie die Tatsache, dass sie endlich über eine komplette Saison gesund blieb. Es sei "cool, dass es funktioniert und man die harte Arbeit nach jedem Wettkampf auf der Ergebnisliste sehen kann", sagte sie.

Peiffer-Rücktritt lenkt die Aufmerksamkeit von mehr auf Preuß

Nach dem plötzlichen Rücktritt von Arnd Peiffer, der schon in Schweden nicht mehr an den Start gehen wird, rückt Preuß noch mehr in die Verantwortung. Bei den abschließenden Rennen im Sprint, der Verfolgung (Samstag) und im Massenstart (Sonntag) werden im mit zahlreichen Nachwuchsathleten gespickten deutschen Team nahezu alle Blicke auf sie gerichtet sein.
Doch Preuß fühlt sich bereit für das Happy End ihres starken Winters. "Es werden nochmal drei harte Rennen, weil die Saison immer länger wird. Jeder ist irgendwie müde", sagte die siebenmalige WM-Medaillengewinnerin: "Ich stelle mich darauf ein, dass es nochmal hart wird, aber ich werde alles geben. Ich bin voll motiviert."
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(SID)

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