Mark Kirchner sagte zu Eurosport: "Arnd war lange genug im Team dabei, der kennt die Athleten genauso gut wie ich. Am Ende kann er das sehr gut beurteilen - das teile ich absolut."
Arnd Peiffer hatte Anfang Oktober im "Sport 1"-Interview gesagt: "Es gibt schon Defizite in unserer Mannschaft. Es kann sein, dass Peking eine Enttäuschung wird. Es kann aber auch sein, dass der Knoten platzt."
Während das deutsche Damen-Team mit Denise Herrmann und Franziska Preuß "zwei Top-Athletinnen" habe, gebe es bei den Herren "fünf, sechs, die richtig gut laufen können", so Peiffer.
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"Es hängt auch immer daran, wie die einzelnen Athleten in die Saison einsteigen", erklärte Kichner bei Eurosport: "Das haben wir vor zwei Jahren bei Philipp Horn gesehen, dessen sehr, sehr gute Saison am Ende mit einem tadellosen Staffelrennen bei der WM mit Bronze belohnt wurde. Genauso Johannes Kühn, der im Gesamtweltcup die Top15 geschafft hat. Das sind die beiden, die im letzten Jahr nicht so richtig in die Gänge gekommen sind und schon zu Saisonbeginn Schwierigkeiten hatten."

Peiffer war im vergangenen Jahr bester Deutscher im Gesamtweltcup

Für Horn und Kühn verlief die vergangene Saison überhaupt nicht nach Wunsch. Horns bestes Einzel-Ergebnis im Weltcup war ein 20. Platz in der Verfolgung von Hochfilzen, Kühn schaffte in Kontiolahti einen 19. Platz im Sprint.
Zudem erlebten beide im Laufe der Saison jeweils einen enorm bitteren Moment: Horn leistete sich im Staffelrennen von Oberhof als Schlussläufer drei Strafrunden im Liegendschießen und gab damit nicht nur den Sieg, sondern auch einen Podestplatz aus der Hand.
Für Kühn wurde der Sprint von Nove Mesto zum persönlichen Fiasko: Der 29-Jährige traf im Stehendschießen keine Scheibe und handelte sich so fünf Strafrunden ein. Zuvor hatte er im Liegendschießen bereits eine Strafrunde geschossen. Angesichts von insgesamt sechs Fehlern entschied sich Kühn das Rennen aufzugeben, was ihm mächtig Kritik von "ZDF"-Experte Sven Fischer einbrachte.
Bester Deutscher im Gesamtweltcup wurde im vergangenen Jahr ausgerechnet der nun zurückgetretene Arnd Peiffer als Zwölfter. Benedikt Doll beendete den Winter 2020/2021 auf Gesamtrang 14.
Peiffer war zudem der einzige DSV-Athlet, der bei der WM auf der Pokljuka eine Einzelmedaille erringen konnte. Er gewann Silber im Einzelrennen. Für das zweite deutsche Edelmetall sorgte die Frauen-Staffel ebenfalls mit Silber.

Herren-Bundestrainer Kirchner fordert mehr Konstanz

Kirchner meinte mit Blick auf die kommende Saison. "Die Athleten müssen ihre Konstanz finden, um im Gesamtweltcup eine Rolle zu spielen. Das wird die Herausforderung für das Team in diesem Jahr sein. Wir werden alles daran setzen, dass es eher in die angesprochene positive Richtung geht und wir am Ende mit etwas Zählbarem nach Hause fahren können."
Zugleich warnte er jedoch vor zu hohen Erwartungen: "Aber immer, wenn ein Team im Umbruch steckt, ist es nicht einfach."
Die Weltcup-Saison beginnt am letzten November-Wochenende (26. bis 28.11.) im schwedischen Östersund.
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