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Biathlon bei Olympia 2018 - Staffel-Fluch gebrochen: Männer-Team holt Bronze

Mit Video | Staffel-Fluch gebrochen: Männer-Team holt Bronze
Von SID

23/02/2018 um 16:42Aktualisiert 23/02/2018 um 18:00

Die deutschen Männer haben den Staffel-Fluch der Biathleten bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang gebrochen. Nach den enttäuschenden Ergebnissen der Mixed- und Frauen-Staffel liefen Erik Lesser, Benedikt Doll, Arnd Peiffer und Simon Schempp im abschließenden Rennen über 4x7,5km mit einem Rückstand von 2:07,1 Minuten auf Olympiasieger Schweden auf den Bronzerang. Silber holte Norwegen (+55,5).

Es dauerte zwar eine ganze Weile, aber dann brach der Jubel doch noch aus Schempp und den drei anderen "Bronze-Boys" heraus. Euphorisiert vom versöhnlichen Olympia-Abschluss startete das Quartett noch im Biathlon-Stadion eine große Feier, die im Deutschen Haus zu später Stunde ihren Höhepunkt fand. Schlussläufer Schempp sagte dem SID:

"Wir haben unsere Medaille, das ist das Wichtigste. Ich bin superhappy, dass es am Ende gereicht hat."

Dass die Staffel des Deutschen Skiverbandes (DSV) eigentlich Gold gewinnen wollte, darüber sprach nach einem verrückten Rennen mit unzähligen Führungswechseln niemand mehr - es störte ja auch keinen. "Wir sind definitiv zufrieden, die Enttäuschung hält sich in Grenzen", versicherte Erik Lesser, der "auf alle Fälle ein, zwei Bierchen mit den Jungs zischen" wollte. Um kurz nach Mitternacht knallten im Deutschen Haus erst einmal die Sektkorken als Startschuss für die Party.

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Video - Trotz Chaos am Schießstand: Männer-Staffel schnappt sich Bronze

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Doll verpatzt Stehendschießen

Die hatten sich Schempp, Lesser, Doll und Peiffer nicht nur aufgrund der Strapazen in den zwei zurückliegenden Wochen verdient. Vor allem das letzte Rennen in Pyeongchang kostete nicht nur Kraft, sondern angesichts einer schwachen Schießleistung auch mal wieder reichlich Nerven. "Es war so ein turbulenter Wettkampf und hat so viele Mannschaften zerbeutelt. Da hätte einiges passieren können", sagte Schempp, der natürlich die Ereignisse des Vortags kannte.

Da war die deutsche Frauen-Staffel als Gold-Favorit gestartet, die Aussichten waren noch deutlich rosiger als bei den Männern. Der achte Platz von Laura Dahlmeier und Co. war damit Warnung genug - und dennoch sah es so aus, als würde sich die Geschichte wiederholen.

Nach einer Gala-Vorstellung von Lesser übernahm Doll als Führender, er baute zunächst auch den Vorsprung aus und fand sich nach zwei Strafrunden dann doch außerhalb der Podestränge wieder. "Das war ein Dämpfer", sagte Doll, der Bronze in der Verfolgung gewonnen hatte "und sich nicht erträumt hätte, die Heimreise mit zwei Medaillen anzutreten."

Schempp sichert Bronze trotz Strafrunde

Die zweite Plakette hatte er vor allem Peiffer zu verdanken. Der Sprint-Olympiasieger, der die deutsche Mixed-Staffel zu Beginn der Woche mit einem Zitterhändchen vom Gold-Thron auf Platz vier geschossen hatte, lief zunächst auf den dritten Rang.

Der Abstand zur Spitze war allerdings derart gering, dass Schempp sogar noch Gold hätte angreifen können. Fehler am Schießstand zerstörten diesen Plan, hinter Olympiasieger Schweden und den ebenfalls hoch gehandelten Norwegern erreichte der Massenstart-Zweite mit deutlichem Abstand das Ziel. Ohne die Schwächen der Konkurrenz wäre sogar die Medaille in großer Gefahr gewesen.

"Der eine hatte mehr, der andere weniger Glück. Wir sind zufrieden", sagte Schempp, der nur deshalb eine entspannte Schlussrunde drehen durfte, weil Österreichs Dominik Landertinger ebenfalls patzte. "Der Landi", sagte Lesser, "der hätte unsere Party noch vermiesen können." Er tat es aber nicht - und deshalb feierten die Deutschen.

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Video - Der Wind verweht eine deutsche Biathlon-Medaille

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