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Biathlon: Deutsche Damen-Staffel hängt Italien ab - Sieg in Ruhpolding

Deutsche Staffel hängt Italien ab: Sieg in Ruhpolding

13/01/2018 um 15:54Aktualisiert 13/01/2018 um 18:21

Mit einer sensationellen Laufleistung holte die deutsche Biathlonstaffel um Franziska Preuß, Denise Herrmann, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier den Sieg beim Heim-Weltcup in Ruhpolding. Trotz neun Nachladern setzte sich Laura Dahlmeier in einem spannenden Zweikampf gegen die Italienerin Federica Sanfillippo durch (1:08:47). Schweden komplettierte das Podest.

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"Es macht unheimlich Spaß, vor der Kulisse zu gewinnen. Wir haben heute gezeigt, dass mit uns zu rechnen ist", sagte Dahlmeier, die als Schlussläuferin von Rang vier an die Spitze gestürmt war.

Generalprobe für Olympia

Dahlmeier stürmte beim Weltcup in Ruhpolding als Schlussläuferin von Rang vier noch an die Spitze und führte das deutsche Quartett im letzten Staffelrennen vor den Winterspielen in Pyeongchang über 4x6 km in die Erfolgsspur zurück. "Der Sieg war schwer verdient, auch wenn uns nicht alles gelungen ist. Bei Laura merkt man, dass es Schritt für Schritt nach vorne geht. Der Sieg wird gut für das Gemüt sein", betonte Bundestrainer Gerald Hönig, fügte aber auch an:

" Bis Olympia ist noch einiges zu tun."

In der Favoritenrolle für Pyeongchang sind die deutschen Frauen aber allemal. In diesem Winter war es nach Hochfilzen der zweite Sieg. In der vergangenen Saison hatte das DSV-Team alle fünf Staffeln, inklusive der Weltmeisterschaft, gewonnen. Lediglich in Oberhof in der vergangenen Woche hatten sich die erfolgsverwöhnten deutschen Biathletinnen mit Rang zwei begnügen müssen, allerdings ohne Dahlmeier.

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Als Startläuferin lieferte Preuß vor knapp 25.000 Zuschauern in Ruhpolding eine fehlerfreie Vorstellung ab. "Das hat gut getan. Das gibt Sicherheit und ist gut für den Kopf, jetzt muss ich es ins Einzel mitnehmen", sagte Preuß, die sich nicht für den Massenstart am Sonntag qualifizieren konnte. Für Olympia fehlt ihr noch ein Top-15-Resultat:

"Ich merke schon den Olympiadruck. Ich versuche jetzt, in Antholz wieder gute Rennen zu machen. "

Doch Hönig stellte trotz noch fehlender Norm bereits klar: "Ohne so eine Athletin fahre ich ungern nach Pyeongchang."

Herrmann benötigte als zweite Läuferin zwar zwei Nachlader, demonstrierte auf der Strecke aber ihre ganze Klasse. "Es ist schön, Teil eines so starken Teams zu sein", sagte sie. Ihre Kollegin Hildebrand, normalerweise eine sichere Schützin, handelte sich nach vier Nachladern auf Position drei einen Rückstand von knapp 25 Sekunden ein. Zu allem Überfluss hatte sie auch noch ihren Stock wechseln müssen. Doch Dahlmeier rettete trotz dreier Nachlader den Sieg.

Hönig hatte auf Vanessa Hinz und Maren Hammerschmidt verzichtet, die normalerweise in der Staffel erste Wahl sind. Sie gehörten auch dem Team an, das bei der WM den Titel geholt hatte. Am Sonntag (ab 12.15 Uhr) schließen die Massenstart-Rennen der Männer und Frauen den zweiten Heim-Weltcup ab. In der kommenden Woche findet dann in Antholz/Italien die Generalprobe für die Olympischen Spiele statt, ein Staffelrennen wird es dort aber nicht mehr geben.

Video - Deutsche Staffel vermasselt Generalprobe in Ruhpolding

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