Rösch, der 2006 in Turin mit der deutschen Staffel Olympia-Gold geholt hatte, zeigte bei seiner Abschiedsvorstellung eine tadellose Leistung und blieb am Schießstand fehlerfrei. "Ich hab sowas noch nie erlebt. Ich war so dankbar am Schießstand, dass ich in meinem letzten offiziellen Schießen keinen Nachlader schieße. Es muss einen Gott geben, der auf meiner Seite ist", sagte Rösch mit Tränen in den Augen: "Auf der letzten Runde habe ich zwar schön auf die Fresse gekriegt, aber das war mir in dem Moment so egal."
Rösch hatte in der Vorwoche beim Weltcup in Oberhof angekündigt, seine Profikarriere nach dem Staffelrennen von Ruhpolding zu beenden und seinen Schritt mit der Geburt seines ersten Kindes im März begründet. Sollte die belgische Staffel im Laufe der restlichen Saison jedoch noch einmal Unterstützung benötigen, schloss der Sachse einen weiteren Einsatz nicht aus.
Was nach der Karriere wartet, weiß Rösch noch nicht. "Vielleicht komme ich ins Fernsehen", hatte er bereits in Oberhof gesagt. Auch eine Trainerlaufbahn könne er sich "gut vorstellen". Über die Pläne direkt nach seinem letzten Rennen war sich Rösch jedoch voll im Klaren: "Jetzt brauche ich eine stabile Leber, heute Abend wird richtig geballert", scherzte er.
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