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Hinz sprintet in die Top 10 - fünfter Saisonsieg für Eckhoff

Hinz sprintet in die Top 10 - fünfter Saisonsieg für Eckhoff
Von Eurosport

15/01/2020 um 15:59Aktualisiert 15/01/2020 um 16:52

Vanessa Hinz hat den deutschen Biathletinnen zum Auftakt des Heim-Weltcups in Ruhpolding eine Top-10-Platzierung beschert. Die 27-Jährige aus Schliersee blieb im Sprint beim Schießen fehlerfrei und lag am Ende als Achte 1:03,2 Minuten hinter der Norwegerin Tiril Eckhoff. Die Weltmeisterin holte sich ihren fünften Saisonsieg und übernahm damit das Gelbe Trikot der Weltcup-Spitzenreiterin.

Die bis dahin Führende, Dorothea Wierer, landete hinter der Schwedin Hanna Öberg auf Rang drei.

Die nach ihrer Erkrankung in den Weltcup zurückgekehrte Franziska Preuß (Haag) landete auf dem für sie ordentlichen 14. Platz. Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann (Oberwiesenthal) musste sich trotz der zweitbesten Laufzeit nach drei "Fahrkarten" am Schießstand mit dem 19. Platz begnügen. Das Verfolgungsrennen findet am Sonntag (12.15 Uhr bei Eurosport) statt.

"Laufen top, das Schießen war ein Flop. Ich bin mit Rückenwind gekommen. In seinem Wohnzimmer will man immer die beste Performance zeigen, aber das ist mir nicht gelungen", sagte Herrmann nach Rang 19 enttäuscht. Vor dem Verfolger am Sonntag liegt sie schon 1:29,2 Minuten hinter der überragenden Eckhoff.

Verfolgungs-Weltmeisterin Herrmann (Oberwiesenthal), die zuletzt fünf Top-6-Platzierungen in Folge geholt hatte, zeigte zwar nach Eckhoff die zweitbeste Laufleistung, aber drei Schießfehler bei besten Bedingungen waren viel zu viel. Nach einem Fehlschuss im Liegendanschlag sei sie unter "Zugzwang" gewesen, "da habe ich dann vielleicht überdreht".

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Hinz überzeugt und ist "einfach glücklich"

Immerhin klappte es einen Monat vor der WM in Antholz (13. bis 23. Februar) bei Vanessa Hinz und Franziska Preuß am Schießstand wesentlich besser. Doch beide waren nach fehlerfreien Einlagen läuferisch nicht in der Lage, das Podest mit Eckhoff, Hanna Öberg und Dorothea Wierer anzugreifen. Hinz (+1:03,2 Minuten) erreichte als Achte aber immerhin ihr bestes Saisonergebnis, Preuß (+ 1:22,8) wurde 14. - war damit nach einer erneuten krankheitsbedingten Pause aber "zufrieden".

Es sei ein "harter Tag" gewesen, sagte die 25-Jährige aus Haag, "mehr war nicht drin. Das schnelle Laufen strengt mich brutal an. Schon nach einer halben Runde ist der Hammer gekommen. Ich brauche wieder ein paar Rennen." Dass sie zuletzt erneut ausgefallen war, sei "saunervig. Das kostet so viel Energie."

Hinz (Schliersee) war indes "einfach glücklich. Bisher hatte ich mit Ruhpolding nicht unbedingt Freundschaft geschlossen. Deshalb ist das schon was Besonderes und eine gute Ausgangsposition für Sonntag", sagte sie und holte sich ein Extra-Lob von "ZDF"-Expertin Dahlmeier ab: "Das war ein ganz tolles Rennen von Vanessa." Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld/38.), Maren Hammerschmidt (Winterberg/43.) und Janina Hettich (Schönwald/45.) verpassten dagegen die Top-30.

Der Druck für die deutschen Winter-Zweikämpfer bleibt hoch. Nach Ruhpolding findet vor den Weltmeisterschaften in Antholz (13. bis 23. Februar) nur noch ein Weltcup in Pokljuka mit lediglich zwei Einzelrennen statt. Bei den Frauen haben nur Herrmann, Preuß und Hinz im Jahr eins nach dem Rücktritt von Laura Dahlmeier bislang die WM-Norm erfüllt. Am Donnerstag (14.30 Uhr bei Eurosport) steht in Ruhpolding der Sprint der Männer auf dem Programm.

(SID)

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