Der CAS sah es als erwiesen an, dass der 34-Jährige aufgrund von Auffälligkeiten in seinem biologischen Blutpass eines Dopingvergehens schuldig ist.

Ustjugows Anwälte hatten vor dem CAS argumentiert, dass die zu hohen Hämoglobinwerte bei ihrem Mandanten auf eine genetische Anomalie zurückzuführen seien, die schon dessen Eltern besessen hätten.

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Eine klare Meinung dazu vertritt der viermalige deutsche Biathlon-Olympiasieger Ricco Groß, von 2015 bis 2018 Trainer der russischen Männer-Mannschaft. "Athleten, die bescheißen, haben im Feld nichts verloren", sagte Groß im Gespräch mit "t-online": "Und wenn Ustjugow überführt ist, muss man ihm sämtliche Titel aberkennen."

Sollte Ustjugow mit seiner Berufung scheitern, winkt der deutschen Staffel mit Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp nachträglich die Goldmedaille von Sotschi. Für die Neuvergabe der Medaillen ist das Internationale Olympische Komitee (IOC) zuständig.

Bereits im Februar hatte auch der Biathlon-Weltverband IBU Ustjugow wegen der Verwendung des anabolen Steroids Oxandrolon für sämtliche Rennen zwischen August 2013 und dem Ende der Saison 2013/14 disqualifiziert.

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(SID)

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