Der Doppel-Olympiasieger liegt bei der Heim-Weltmeisterschaft im sächsischen Altenberg nach zwei von vier Läufen im Zweier-Rennen souverän an der Spitze - der Vorsprung auf den zweitplatzierten Johannes Lochner (Stuttgart) beträgt bereits 0,88 Sekunden.
Sollte Friedrich die Führung in den abschließenden beiden Läufen am Sonntag behaupten, würde er zum alleinigen WM-Rekordchampion aufsteigen. Daran scheint zur Rennhälfte auch das Altenberger Wetter nichts ändern zu können. Trotz durchgehenden Schneefalls gelangen dem 30-jährigen Friedrich, der erstmals mit Anschieber Alexander Schüller bei einer WM antritt, im tückischen Eiskanal im Osterzgebirge zwei nahezu fehlerfreie Läufe.
"Wir sind erstmal zufrieden, dass wir trotz des Wetters ein gutes Polster haben. Das ist nicht unbedingt unser Lieblingswetter. Die Bahn unter dem Schnee ist sehr fest und hart. Morgen geben wir nochmal Gas", sagte Friedrich, der mit Schüller den drei Jahre alten Startrekord vom lediglich zehntplatzierten Kanadier Justin Kripps um eine Hundertstel verpasste.
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Vizeweltmeister Lochner leistete sich mit Eric Franke einige Patzer, schob sich im zweiten Lauf aber noch am nun drittplatzierten Schweizer Michael Vogt (+0,93 Sekunden) vorbei. "Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Ein Blinder hat gesehen, dass die Fahrten unter aller Sau waren. Das war das Schlechteste, das ich seit langer Zeit abgeliefert habe", motzte Lochner.
Auch Junioren-Weltmeister Hans Peter Hannighofer (Oberhof) darf sich bei seinem WM-Debüt mit Christian Röder als Vierter (+1,03) noch Hoffnungen auf Edelmetall machen, somit ist sogar ein deutscher Dreifachsieg möglich. Der vierte deutsche Starter Christoph Hafer (Bad Feilnbach) liegt mit Christian Hammers zur Halbzeit auf dem siebten Platz (+1,24).
Wie schwierig die Bedingungen im Schneetreiben in Altenberg waren, zeigte der Sturz von Benjamin Maier. Der Vize-Europameister im Vierer verlor im zweiten Lauf im unteren Teil der Bahn die Kontrolle über seinen Schlitten und stürzte spektakulär, der Österreicher konnte seinen auf der Seite liegenden Bob anschließend selbst verlassen. Das Rennen wurde nach fünfminütiger Unterbrechung fortgesetzt.
Friedrich hatte die bereits abgeschlossene Weltcup-Saison dominiert - von zwölf Zweier-Rennen verlor er nur eines an Teamkollege Lochner. Im großen Schlitten, in dem am kommenden Wochenende die WM-Medaillen ausgefahren werden, ist Friedrich in diesem Winter noch ungeschlagen.
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