Der einstige Ausnahmepilot im Zweier und Vierer wohnt noch heute auf seinem Hof auf Rügen, das Geschehen in der Eisrinne verfolgt er nur noch am Rande.
Zwar sehe er seine Kollegen von früher jedes Jahr, "das ist immer schön", sagte er dem SID. Der Sport selbst sei aber "anders geworden. Die Spannung ist raus. Die Deutschen machen eigentlich alles unter sich aus. Da lässt der Reiz nach."
Früher habe es enge Mehrkämpfe gegeben mit der Schweiz, Österreich oder Italien: "Es ist schade, dass die anderen Nationen nicht mehr mithalten können, auch, weil sie nicht mehr so viel in den Sport stecken wie die Deutschen." Die Seriensiege von Francesco Friedrich seien aber zweifellos "toll, ich kenne ihn, seit er 16 ist", sagt Nehmer.
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Er selbst war erst im Alter von 32 Jahren zu dem Sport gekommen, den er dann dominieren sollte. Als ehemaliger Speerwerfer holte Nehmer Doppel-Gold bei Olympia 1976 in Innsbruck, den Sieg im Vierer 1980 in Lake Placid und insgesamt vier WM-Titel. Später war er als Trainer höchst erfolgreich für die USA, Italien und Deutschland tätig, erst 2006 endete seine Karriere an der Eisrinne.
Die Feierlichkeiten müssen am Mittwoch wegen Corona ausfallen, er werde das mit seinen Kindern aber nachholen, sagte Nehmer. Ansonsten könne er der Pandemie ganz gut aus dem Weg gehen, "ich kriege von all dem nicht so viel mit. Ich bin ja hier quasi am Ende der Welt."
Gerade mal sieben Grundstücke zählt der Ortsteil Varnkevitz direkt an der Ostseeküste. Nehmers elterlicher Hof gehört dazu. "Und ich habe hier genug zu tun", sagt er, "über 5000 qm zu bewirtschaften, da kommt keine Langeweile auf."
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