Die neuen Monobobs gehen am Samstag in Innsbruck erstmals im Rahmen eines Weltcups an den Start. Im deutschen Lager blickt man unaufgeregt bis skeptisch auf die Disziplin, die bei den Winterspielen 2022 in Peking erstmals olympisch wird.

"Wir haben die Monobobs erst hier bekommen und jetzt einfach mal an die drei Pilotinnen verteilt", sagte Bundestrainer Rene Spies: "Ich habe null Erwartungen. Unsere Mädels sollen sich einfach an den Schlitten gewöhnen und erstmal runterfahren."

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Das Rennen steigt am Samstagvormittag (10.00 Uhr), teilnehmen werden alle deutschen Starterinnen, die auch im Zweierbob antreten: Olympiasiegerin Mariama Jamanka (Oberhof), die deutsche Meisterin Laura Nolte (Winterberg) und Kim Kalicki (Wiesbaden).

Die sogenannte Weltserie im Einzelbob wird in diesem Winter am Rande der größeren internationalen Events ausgetragen. Das erste Rennen stieg schon am vergangenen Wochenende im Rahmen des Europacups ohne deutsche Beteiligung. In Innsbruck besteht das Hauptprogramm nun aus den Zweier-Weltcups der Männer (Samstag und Sonntag) und der Frauen (Sonntag).

Anna Köhler, Olympia-Teilnehmerin 2018, hatte das Monobob-Projekt schon im vergangenen Jahr kritisiert. "Das ist ein Rückschritt in unserer Sportart", sagte Köhler, der Monobob sei "ein Anfängergerät". Zudem sei Bobfahren ein Mannschaftssport, beim Monobob fehle das Teamgefühl.

Die Entscheidungsträger beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wollen mit der Aufnahme der neuen Disziplin in das Programm unter anderem die Zahl der weiblichen Olympiateilnehmer weiter erhöhen.

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