Der 29-Jährige verkündete die Entscheidung kurz nach dem Vierer-Rennen am Sonntag, in dem er am Ende eines schwierigen Winters zu Bronze gefahren war. Walther begründete den Schritt mit einem schweren Trainingsunfall im vergangenen Herbst, der ihn weite Teile der Saison gekostet hatte.

"Das war für mich eine sehr spezielle WM, denn es war meine letzte", sagte der Oberbärenburger vor Tausenden Zuschauern auf seiner sächsischen Heimbahn: "Wir hatten diesen sehr schweren Sturz im Training, bei dem ich mir einen Halswirbel angebrochen habe. Wenn dir gesagt wird, dass du kurz vor einer Querschnittslähmung standest, dann merkst du, dass es wichtigere Dinge gibt als den Sport."

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Er sei "einfach nicht mehr bereit, dieses Risiko für die letzte Hundertstelsekunde einzugehen", sagte Walther, daher sei das Karriere-Ende logisch. Walther hatte sein Weltcup-Debüt im Dezember 2014 gegeben und gehörte in den folgenden Jahren zu Deutschlands besten Bob-Piloten. An den Lenkseilen galt er als talentiertester Mann des aktuellen Kaders, seine Schwächen hatte der Sachse am Start.

Bei den Weltmeisterschaften seit 2015 gewann er einmal Silber und zweimal Bronze im Viererbob, dazu einmal Bronze im Zweier. Bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang holte Walther zudem die Silbermedaille im Vierer.

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