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Curling-EM: Deutsche Männer trotz Niederlage im EM-Halbfinale

Sechs Millimeter! Deutschland mit historischem Krimi ins EM-Halbfinale
Von SID

22/11/2018 um 14:49Aktualisiert 22/11/2018 um 16:15

Die deutschen Männer haben bei der Curling-EM dank einer historisch engen Entscheidung, in die sogar die Trainingsergebnisse einflossen, das Halbfinale erreicht. Durch die 2:8-Niederlage im letzten Vorrundenspiel gegen Schweden und das gleichzeitige 7:8 der Norweger gegen die Schweiz waren drei Teams mit 5:4 Siegen gleichauf. Damit musste das sogenannte Steinspiel entscheiden.

Dabei werden am Ende eines jeden Abschlusstrainings zwei Steine ins Haus gesetzt, wer in der Addition aller neun Steinspiele im Gesamtschnitt den geringsten Abstand zum Mittelpunkt aufweist, kommt weiter.

Deutschland lag mit 24,25 Zentimetern vor Norwegen (24,84) und den Eidgenossen (25,51) - ein Krimi für die Curling-Ewigkeit, mit Happy End für Deutschland.

Die deutschen Männer, bei denen Debütant Mark Muskatewitz den etatmäßigen Ski Alexander Baumann glänzend vertritt, treffen nun im Halbfinale am Donnerstagabend (18:00 Uhr live auf Eurosport 2 HD Xtra) erneut auf die Schweden, die alle neun Vorrundenspiele gewannen und ihren fünften Titel in Folge anpeilen.

Im zweiten Vorschlussrundenspiel treffen Schottland (7:2) und Italien (6:3) aufeinander.

Deutsche Frauen stehen trotz Niederlage im Halbfinale

Die Frauen kamen mit insgesamt fünf Siegen weiter, da Titelverteidiger Schottland gegen den ungeschlagenen Vorrundensieger Schweiz mit 5:6 nach Zusatzend verlor. Am Freitag (13.00 Uhr) stehen die Damen gegen die Schweizerinnen ebenfalls vor einer schwierigen Aufgabe. Ferner kämpfen Schweden und Russland um den Finaleinzug.

Für den finanziell arg gebeutelten DCV ist das Abschneiden in Tallinn ein wichtiger Schritt nach vorn. Beide Mannschaften haben sich damit für die Weltmeisterschaften im kanadischen Lethbridge (Männer) und im dänischen Silkeborg (Frauen) qualifiziert. "Das hilft uns natürlich sehr in unseren Gesprächen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bemühen um mehr Fördergelder", sagte Mayr dem "SID".

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