Das ROC betonte, dass die Meldonium-Konzentration bei dem Bronzemedaillen-Gewinner von Pyeongchang "absolut bedeutungslos für jedweden Effekt auf den menschlichen Körper" gewesen sei und dass vorangehende Tests bei Kruschelnizki negativ ausgefallen seien.
Daraus schloss das ROC, dass die Einnahme "unwissentlich und nicht systematisch" erfolgt sei. Man habe keine Erklärung dafür, wie die Substanz in den Körper des Athleten gelangt sein könnte, schrieb das Komitee und kündigte eine "umfassende Untersuchung der Umstände des Vorfalls" an.
PyeongChang
Gastgeber Südkorea träumt von der nächsten Medaille
20/02/2018 AM 08:22
Die französische Nachrichtenagentur AFP hatte zuvor unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle, die am Verfahren gegen Kruschelnizki beteiligt ist, gemeldet, dass der Curler an zwei Tagen in Folge positiv auf Meldonium getestet worden ist.

Keine Anhörung vonseiten des CAS

Der CAS hatte am Montag lediglich bekannt gegeben, gegen den Russen zu ermitteln. Offenbar hat es noch immer keine in Dopingverfahren vorgeschriebene Anhörung des unter Verdacht stehenden Sportlers gegeben. Der russische Curling-Verbandschef Dimitri Swischtschew wurde in einheimischen Medien zitiert, dass er am Donnerstag zu einer Verhandlung nach Seoul reisen werde.
Am Samstag trifft sich das Exekutiv-Komitee des Internationalen Olympischen Komitees, um über eine mögliche Aufhebung der Suspendierung des russischen NOK noch vor der Schlussfeier am Sonntag zu beraten. Eine Antwort auf die Frage, ob der Fall Kruschelnizki in diesem Zusammenhang ein Ausschlusskriterium darstellen könnte, ist das IOC bislang schuldig geblieben.
Eine IOC-Kommission unter Leitung des Exekutivmitglieds Nicole Hoevertsz beobachtet die "Olympischen Athleten aus Russland" in Pyeongchang und soll der Exekutive eine Handlungsempfehlung geben.
PyeongChang
Dopingverdacht: CAS eröffnet Verfahren gegen russischen Curler
19/02/2018 AM 07:59