Wer selbst Mitglied eines Sportvereins ist, wird es kennen: Mitglieder mit den gleichen Vornamen. Immer wenn man den Einen ruft dreht sich der Falsche um - oder Beide.
Also müssen Spitznamen her. Vor diesem Problem stehen auch die Südkoreanischen Curlerinnen. Allerdings gleich fünffach. Sie alle heißen Kim. Doch die Athletinnen wissen sich zu helfen. Wenn auch kurios. Die Kims rufen sich mit der englischen Bezeichnung ihres Lieblingsfrühstücks.
Skipperin Kim Eun Jung ist "Annie" (Joghurtname), Kim Kyeong Ae ist "Steak", Kim Yeong Mi heißt "Pancake" (Pfannkuchen), Kim Seon Yeong "Sunny" (Spiegelei) und Kim Cho Hae ist "Chocho" (Schokolade).
PyeongChang
Mit Video | Schwedinnen curlen sich zu Olympia-Gold
25/02/2018 AM 02:23

Nur zwei Kims sind verwandt

"Viele ausländische Sportlerinnen fragen uns: Seid ihr alle Schwestern?", berichtet die Trainerin Min Jung, die mit Nachnamen, wie könnte es anders sein, Kim heißt. Doch nur zwei der Kims sind tatsächlich Schwestern.
Viele Kims in einer Mannschaft sind in Südkorea rechnerisch gar nicht ungewöhnlich. Jeder Fünfte auf der südlichen Halbinsel heißt Kim. Im Olympiateam der Gastgeber hören 34 der insgesamt 121 Athleten auf diesen Namen. Aber fünf von fünf? Das ist erstaunlich.
Die verschworene Gemeinschaft ist von Erfolg gekrönt.

Erst Kanada, dann Schweiz und Großbritannien

Das Team aus der Curling-Provinz um Skipperin Kim Eun Jung fertigte erst die Curling-Großmächte Kanada, Schweiz und Großbritannien ab, verdrängte dann Schweden von der Tabellenspitze und düpierte die USA sowie die Olympischen Athleten aus Russland OAR.
Nun greifen die "Garlic Girls", wie sie aufgrund des guten Knoblauchs aus ihrer Heimatstadt Uiseong auch genannt werden, sogar nach dem Olympiasieg.
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