Wie durch ein Wunder blieb Rast nach ersten Diagnosen unverletzt, nachdem sich sein Audi in der siebten Runde des dritten Saisonlaufs auf dem Lausitzring nach einer Kollision mit seinem französischen Markenkollegen Loic Duval heftig überschlug - das Dach wurde weggerissen, von den Türen blieben nur noch Fetzen übrig. Nach Sekunden des bangen Wartens gab Rast mit Fingerzeichen noch aus seinem Sitz heraus Entwarnung. Den Sieg in dem lange unterbrochenen Rennen ging an den Italiener Mortara.

Rast fühlt sich erstaunlich gut

"Mir geht es erstaunlich gut. Ich habe nur ein paar Schmerzen am Ellenbogen. Das ganze Dach ist aber weggeflogen und auch das Fenster. Das war schon heftig", sagte Rast bei Sat1, immer noch mit reichlich Dreck im Gesicht:
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Als ich das Auto gesehen habe in diesem Zustand, war mir klar, dass es für mich morgen kein Rennen geben wird.

Berger lobt gutes Rennen

"Unfälle gehören zum Rennsport. Es ist wichtig, dass die Fahrer aber auch unverletzt aussteigen. Unser Chassis ist sehr stabil, das haben wir heute gesehen. Das Ganze hat auch für Spannung gesorgt. Das war ein weiteres gutes DTM-Rennen", sagte DTM-Boss Gerhard Berger bei Sat1. Am Sonntag wird Rast aber zuschauen müssen: In der DTM gibt es keine Ersatzautos, eine Reparatur scheint kaum zu bewerkstelligen.
In der turbulenten Schlussphase nach der langen Rennunterbrechung bewiesen der 31-jährige Mortara und sein Team die kühlsten Köpfe. Der Vizemeister von 2016 setzte vor dem früheren Formel-1-Piloten Timo Glock (BMW) durch, der seine Führung in der Gesamtwertung ausbaute. Rang drei ging an den österreichischen DTM-Neuling Philipp Eng (BMW), der zuvor lange von seinem ersten Sieg träumen konnte.

Glock behauptet Gesamtführung

"Das ist ein besonderer Sieg für mich, es ist mein erster für Mercedes", sagte Mortara, der zuletzt 2016 für Audi gewonnen hatte: "Es geht in diesem Jahr sehr viel besser mit dem Auto." In der Gesamtwertung führt Glock mit 62 Punkten vor dem Engländer Gary Paffett (Mercedes/45) und Mortara (37).
In der Lausitz ging es gleich turbulent los: Der letztlich viertplatzierte Pole-Setter Lucas Auer drängte seinen österreichischen Landsmann Eng (BMW) beim Start energisch Richtung Boxenwand und behauptete so die Führung. "Diese Aktion ging gar nicht, das war gefährlich", polterte Eng im Boxenfunk.

Crashs sorgen für "Sprintrennen"

Ein Startunfall zwischen den Audi-Piloten Jamie Green und dem Schweizer Nico Müller sorgte gleich für ein Safety Car. Rennfluss kam kaum zustande. Kurz nach dem Abbiegen des Safety Car sorgte dann Rasts Crash für eine knapp zehnminütige Unterbrechung, sodass der dritte von 20 Saisonläufen letztlich zu einem lediglich 20-minütigen Sprintrennen wurde.
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