Mai bis 6. Juni) zu entziehen. "Wer es ernst meint mit der Solidarität mit Belarus, kann in dieser Lage nicht ernsthaft eine Weltmeisterschaft abhalten wollen", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Das wäre das größte PR-Geschenk für Lukaschenko und ein verheerendes Signal an die Demonstrierenden", erklärte Maas und appellierte an den Eishockey-Weltverband IIHF: "Ich hoffe, dass auch die Organisatoren das einsehen. Das ist keine Frage von politischem Kalkül, sondern von Haltung."

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Seit Monaten geht der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko brutal gegen friedliche Demonstranten vor. Maas betonte: "Die ganze Welt hat in den letzten Monaten den Mut der hunderttausenden Frauen und Männer in Belarus bewundert, die auf den Straßen von ihrer Regierung einfordern, was für uns selbstverständlich ist: Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte. Statt auf Dialogangebote einzugehen, reagiert Lukaschenko mit brutaler Repression und Gewalt."

Eine Entscheidung könnte am 25. und 26. Januar fallen, wenn das IIHF-Council tagt. Am vergangenen Montag hatte sich IIHF-Präsident Rene Fasel in Minsk mit dem heftig umstrittenen Lukaschenko getroffen, um über die gemeinsam mit Lettland geplante WM-Ausrichtung zu sprechen. Dabei war es zur innigen Umarmung gekommen, die medial und auf politischer Ebene zu Kritik geführt hatte. Später gab der Schweizer zu, dass die Geste ihm "peinlich" sei.

Mittlerweile hat sich Dänemark, Ausrichter der WM 2018, als möglicher Ersatz-Austragungsort angeboten. Man wolle Minsk keinesfalls aus der Gastgeberrolle drängen, das Angebot sei als Plan B zu verstehen, falls es nicht möglich sein sollte, in Belarus zu spielen, sagte Dänemarks Verbandspräsident Henrik Bach Nielsen: "Wir sind überzeugt davon, dass die Sportart Eishockey eine weitere WM-Absage nicht verkraften würde."

Bereits 2020 hatte die WM in der Schweiz wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Sollte sich dies 2021 wiederholen, wäre das ein "Desaster für alle beteiligten Parteien. Spieler, Verantwortliche und Sponsoren", sagte Nielsen.

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