"Wir hatten uns festgesetzt im gegnerischen Drittel. Ich hatte Zeit, mir die Scheibe zurechtzulegen und einen Schuss zu nehmen, den du andauernd trainierst. Adam Deadmarsh versperrt Floridas Torwart John Vanbiesbrouck die Sicht, und die Scheibe geht durch. Ich war unglaublich happy und erleichtert", erzählt Krupp im Gespräch mit dem SID.
1.06 Uhr Ortszeit war es in jener Nacht vom 10. auf den 11. Juni 1996, als sich der Kölner in die NHL-Geschichtsbücher eintrug. 104:31 hart umkämpfte Minuten waren gespielt, dann fasste sich der Verteidiger der Colorado Avalanche ein Herz. In der dritten Verlängerung des Stanley-Cup-Finals entschied er mit seinem Schlagschuss von der blauen Linie das vierte und letzte Finale gegen die Florida Panthers - und stemmte als erster Deutscher den Stanley Cup in die Höhe.
Der Weg, hin zum "Ziel schlechthin", glich jedoch fast einem Wunder. "Im ersten Heimspiel, mit dem ersten Tor, was die Avalanche geschossen haben, habe ich einen Assist gegeben, und dann ist einer auf mich draufgefallen", erinnert sich Krupp: "Da war nicht nur das Kreuzband durch, das ganze Knie musste rekonstruiert werden." Doch die OP verlief überraschend gut, bereits nach viereinhalb statt der prognostizierten zehn Monate stand er wieder auf dem Eis.
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Krupp avancierte nach nur sechs Partien in der Hauptrunde in den Play-offs zu einer der großen Säulen im Starensemble der "Lawine" um All-Stars wie Joe Sakic, Peter Forsberg oder Goalie Patrick Roy. Für die Avs, die erst vor der Saison aus Quebec nach Denver umgezogen waren, erzielte der spätere Bundestrainer in 22 Play-off-Spielen vier Tore und bereitete zwölf vor. Mit 16 Punkten war er der zweitbeste Scorer unter Colorados Verteidigern. Seine Rolle im Team sei "maßgeschneidert" für ihn gewesen, so Krupp.
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