Mit Altbier, den obligatorischen Meisterzigarren im Mundwinkel und der Meisterkappe auf dem Kopf schmetterten die DEG-Stars im Beisein von Hosen-Frontmann Campino immer wieder eine Textpassage aus dem Song: "Einer für alle, alle für einen...". Ja, selbst dem oft unterkühlt wirkenden DEG-Coach Hardy Nilsson war an jenem am 4. April 1996 ein Lächeln zu entlocken, als er gegen Mitternacht zum Meistertanz bat.
Kein Wunder, hatte die DEG doch nur wenige Stunden zuvor den ewigen Rivalen Kölner Haie im vierten Play-off-Finalspiel mit 4:2 bezwungen und damit den Großteil der 10.400 Zuschauer an der altehrwürdigen Brehmstraße in einen Eishockey-Rausch versetzt. Bis heute ist der damalige Triumphzug auch statistisch unangetastet: In 13 Play-off-Partien erzielte die DEG unglaubliche 66 Tore. Der Schnitt von 5,08 Toren pro Spiel ist nach wie vor unerreicht.
Und die Gegenseite aus der Domstadt, Meister des Vorjahres? Die präsentierte sich als ganz schlechter Verlierer, verweigerte die Ehrung für den Vizemeister und griff Rainer Gossmann, damals Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), nach dem Spiel noch verbal an, als dieser in der Kabine vorbeischauen wollte. "Die Mafia hat heute wieder zugeschlagen", soll Haie-Co-Trainer Bernd Haake ihm zugerufen haben. "Für solche Äußerungen fehlt mir jedes Verständnis. Das ist mehr als niveaulos", betonte Gossmann.
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Vom Glanz der Neunziger Jahre, in denen die DEG fünf Meistertitel gewann, ist in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt nicht mehr viel übrig geblieben. 1996 blieb der bis dato letzte Triumph der DEG, seit 25 Jahren warten die rot-gelben Anhänger auf die neunte Meisterfeier auf dem Rathausplatz. Auch in dieser Saison wahrscheinlich vergeblich.
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