"Sportsmann, wie er ist, stellt er sich nach einem solchen Ausscheiden den Medien. Das ist seine Verpflichtung", erklärte Sportdirektor Christian Künast am Donnerstag in Riga, "es ist wichtig, dass ein Starspieler diese Verantwortung auch übernimmt."
Draisaitl war in der Nacht zu Dienstag mit den Edmonton Oilers schon in der ersten Runde der NHL-Play-offs ausgeschieden. Am nächsten Morgen gehörte der 25-Jährige zu den Spielern, die sich ausführlich gegenüber den Journalisten äußerten. "Du brauchst so einen Spieler vor Ort, der Rede und Antwort steht", erläuterte DEB-Präsident Franz Reindl, "er hätte erst später wegfliegen können."
Aufgrund der vorgeschriebenen sechstägigen Quarantäne nach der Ankunft bei der WM in Riga wäre ein Einsatz in der Vorrunde deshalb wohl unmöglich gewesen. "Jetzt stelle man sich mal vor: Wir kommen nicht ins Viertelfinale, dann reist er an, nimmt das Prozedere auf sich, spielt nicht und muss zurück in die Quarantäne für 14 Tage in Kanada", sagte Reindl.
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Draisaitl war seit 2014 fünfmal nach seinem Saisonende in Kanada zur WM nachgereist, um für die Nationalmannschaft zu spielen. "Er will natürlich, aber er muss seine Verpflichtungen erfüllen", erklärte Reindl: "Er ist durch und durch Nationalspieler, wir dürfen es nicht Leon anlasten, sondern einfach den Umständen."
Draisaitls Oilers-Teamkollege Dominik Kahun, der in den letzten beiden Play-off-Spielen nicht zum Einsatz kam, sagte dem DEB sofort zu. Schon am Mittwoch traf der Silbermedaillengewinner von 2018 in Riga ein, nach der Quarantäne kann er spätestens im letzten Vorrundenspiel am kommenden Dienstag (19.15 Uhr/Sport1) gegen Lettland spielen.
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