"Ich finde das nicht in Ordnung, weil die Weltmeisterschaft mit der politischen Großwetterlage im Grunde nichts zu tun haben sollte", sagte der Chef des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Donnerstag in Riga. Die Spieler aus Belarus seien "letztlich die Leidtragenden".
Rigas Bürgermeister Martins Stakis hatte auf mehreren Plätzen die Staatsflaggen von Belarus durch Fahnen der Opposition ersetzen lassen. Daraufhin hatte der Weltverband IIHF gefordert, an den entsprechenden Stellen auch die WM-Fahne und die Flagge mit dem Logo des Weltverbandes einzuholen, weil der Verband laut Statuten eine "unpolitische Sportorganisation" sei.
Stakis reagierte via Twitter: "Wir müssen uns entscheiden ? ein Volk, das nach Freiheit drängt, oder ein Diktator. Wir fahren fort, indem wir die IIHF-Flagge abhängen." Reindl folgte in seiner Argumentation der Linie des Weltverbandes: "Belarus ist bei der WM ein Team wie jedes andere. Und die spielen für ihr Land. Ich glaube nicht, dass sie für eine Person spielen."
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Die IIHF hatte erst im Januar Belarus, das als Co-Ausrichter neben Lettland vorgesehen war, das WM-Turnier entzogen - auf Druck der eigenen Sponsoren und der internationalen Öffentlichkeit. Am Sonntag waren ein Ryanair-Flugzeug zur Landung in Minsk gezwungen und ein belarussischer Oppositioneller an Bord festgenommen worden. Lukaschenko steht wegen seines brutalen Vorgehens gegen die Opposition international in der Kritik.
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