"Ich bin in den vergangenen Tagen mehrmals angesprochen worden. Um die gesamte Situation zu klären, habe ich den Hut in den Ring geworfen", sagte der 66-Jährige, der am Samstag beim IIHF-Kongress am Rande der WM in Riga vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) als Kandidat vorgeschlagen wurde, bei Sport1.
Der Bronzemedaillengewinner von Olympia 1976 will die Nachfolge des Schweizers Rene Fasel antreten, der nach 27 Jahren an der Spitze des Weltverbands seinen Rückzug angekündigt hat. Einen Gegenkandidaten hat Reindl bereits: Der ehemalige tschechische Nationaltorwart Petr Briza tritt bei der Wahl im September in St. Petersburg/Russland ebenfalls an, wie Fasel am Sonntag bestätigte.
Der dreimalige Olympia-Teilnehmer Reindl ist seit 2014 Präsident des DEB, für den er zuvor 23 Jahren in diversen Funktionen, unter anderem als Sportdirektor, Generalsekretär, Organisationschef der Heim-Weltmeisterschaften 2001, 2010 und 2017 und kurzzeitig 2004 als Aushilfs-Bundestrainer tätig war. In den vergangenen sieben Jahren professionalisierte er den finanziell stark angeschlagenen Verband, holte die abgespalteten Profiligen zurück und setzte im Rahmen des Konzepts "Powerplay 26" eine massive Verbesserung der Nachwuchsarbeit durch, die erste Früchte trägt.
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"Die Klubs in ganz Deutschland und der Verband haben immenses Geld, Leidenschaft und Engagement in dieses Programm gelegt", sagte Reindl und verwies auf die neue Generation in der Nationalmannschaft um die Jungstars Moritz Seider (20) und Lukas Reichel (19): "Alle jungen Spieler sind jetzt schon daraus. Wir haben eine gemeinsame Linie gefunden, und jetzt haben wir die ersten Auswirkungen."
Als Spieler feierte der ehemalige Stürmer mit dem SC Riessersee und dem SB Rosenheim drei deutsche Meistertitel. Mit der Nationalmannschaft nahm er an neun Weltmeisterschaften sowie den Olympischen Spielen 1976, 1980 und 1984 teil. Höhepunkt war der Gewinn der Bronzemedaille in Innsbruck.
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