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Eishockey bei Olympia 2018: Deutschland unterliegt Finnland

Mit Video | Kampf nicht belohnt: Deutschland unterliegt Finnland
Von SID

15/02/2018 um 12:26

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage ins olympische Turnier von Pyeongchang gestartet. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm verlor sein Auftaktspiel in der Vorrundengruppe C gegen Finnland mit 2:5 (1:2, 0:2, 1:1). Der Münchner Brooks Macek (9.) und der Berliner Frank Hördler (42.) erzielten die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes.

Für den sechsmaligen Medaillengewinner Finnland trafen Sami Lepistö (4.), Mika Pyörälä (16.), Eeli Tolvanen (38.), Lasse Kukkonen (39.) und Jonas Kemppainen (53.).

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Video - Zu clever: Finnland schlägt Deutschland klar

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Sturm: "Kann man sich gegen große Nationen nicht erlauben"

"Wir hatten zu viele Strafzeiten. Das kann man sich gegen große Nationen nicht erlauben", sagte Sturm: "Im zweiten Drittel waren wir nahe am Ausgleich. Dann haben wir wieder ein dummes Foul gemacht. Das wurde bestraft. Dann war das Spiel fast schon vorbei." Zweiter Gegner in der Gruppe C ist am Freitag (13.10 MEZ, im Livestream auf Eurosport.de) Weltmeister Schweden. Zum Abschluss der Vorrunde trifft das deutsche Team am Sonntag (4.10 MEZ, im Livestream auf Eurosport.de) auf Norwegen.

Der erste Auftritt auf der großen Bühne seit Vancouver 2010 begann denkbar schlecht. Nach einem völlig überflüssigen Foul des Nürnbergers Yasin Ehliz hinter dem gegnerischen Tor nutzten die Finnen die erste Überzahl zum frühen Führungstor. Torhüter Danny aus den Birken war bei Lepistös Schuss in den Winkel machtlos. Sturm hatte dem Goalie des deutschen Meisters Red Bull München den Vorzug gegeben. "Er macht einen sehr guten Eindruck, er bringt Ruhe rein", sagte der Bundestrainer.

Patzer von Ehrhoff leitet Niederlage ein

Doch der 32-Jährige, einer von 20 Olympia-Debütanten auf dem Eis, war genauso nervös wie seine Vorderleute. Erst mit dem Ausgleich legte sich die Anspannung etwas. Nach einem klugen Pass des langjährigen NHL-Verteidigers Christian Ehrhoff traf Macek in Überzahl mit dem ersten deutschen Torschuss des Spiels. Doch ausgerechnet der erfahrene Ehrhoff leitete das zweite Gegentor ein, als er im eigenen Drittel einen Fehlpass spielte, Pyörälä stocherte den Puck über die Linie.

Im Mittelabschnitt steigerte sich das deutsche Team und drängte auf den Ausgleich. Die beste Chance ließ der Wolfsburger Gerrit Fauser aus (30.). Nachdem Sturms Mannschaft zwei Überzahlsituationen nicht genutzt hatte, schlugen die Finnen im Powerplay zu. Das 1:4 81 Sekunden später entschied das Spiel.

Goalie Endras nur auf Tribüne

Nur auf der Tribüne saßen Torhüter Dennis Endras, der einzige Spieler im Kader neben den früheren NHL-Profis Ehrhoff und Marcel Goc mit Olympia-Erfahrung, dessen Mannheimer Klubkollege Sinan Akdag und der Münchner Frank Mauer. Aus dem 25-köpfigen Aufgebot dürfen nur 22 Spieler pro Partie eingesetzt werden.

Die DEB-Auswahl hatte die Winterspiele in Sotschi vor vier Jahren verpasst. Die Rückkehr will sie nutzen, um wieder mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu gelangen. "Du bekommst hier eine ganz andere Plattform, diese Chance musst du nutzen", hatte DEB-Präsident Franz Reindl gefordert. Unter Bundestrainer Sturm, der kurz vor Olympia seinen Vertrag bis 2022 verlängert hatte, gab es zuletzt einen klaren Aufwärtstrend: In den vergangenen beiden Jahren erreichte das deutsche Team jeweils das WM-Viertelfinale.

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