Und bei nur wenigen trifft diese Aussage so zu wie bei ihm. Was ihm als Spieler zunächst in seiner polnischen Heimat und später in Krefeld verwehrt blieb, erlebte er als Schiedsrichter: historische Momente seiner Sportart.
Drei Olympische Spiele, 15 Weltmeisterschaften, mehr als 2000 Spiele in 48 Ländern - als Eishockey-Referee ist Kompalla, der am 13. März 1936 in Kattowitz geboren wurde, zur Legende geworden. Er leitete das entscheidende Spiel der Summit Series 1972 zwischen den NHL-Stars aus Kanada und der "roten Maschine" aus der Sowjetunion, obwohl er von den Kanadiern als "inkompetent" abgelehnt worden war.
Beim legendären Iswestija-Cup in Moskau war Kompalla dagegen beliebter, dort pfiff er ebenso regelmäßig wie bei den Weltmeisterschaften der 70er und 80er Jahren oder bei Olympia 1976, 1980 und 1984. Ohne Helm, mit wehendem Haar und dunklem Schnurrbart - Kompalla war nicht nur in Deutschland das Gesicht der Eishockey-Schiedsrichter.
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Diese zweite Karriere hatte eher durch Zufall begonnen. In einem Schiedsrichterlehrgang war ein Platz frei, "ich habe mich breitschlagen lassen", erzählte er später. 1992 legte er die Pfeife weg, inzwischen hatte es seine Tochter Nicole zur ersten Eishockey-Schiedsrichterin im Männerbereich gebracht.
Bis 2003 blieb Kompalla senior seiner Sportart als Schiedsrichterbeauftragter treu. Seinen Abschied feierte er im ganz großen Rahmen: Vor 78.000 Zuschauern in der Schalker Arena leitete er vor dem WM-Auftaktspiel 2010 ein Oldie-Spiel zwischen Russland und Deutschland.
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