Earl of Derby, wird durch Königin Victoria zum britischen Generalgouverneur von Kanada berufen. Lord Stanley of Preston lernt das Land schnell zu schätzen, er entdeckt das Angeln für sich und findet Gefallen am Eishockey. So kommt es, dass er am 18. März 1892 eine in Sheffield hergestellte Trophäe stiftet, die er vom Londoner Silberschmied G.R. Collis and Company erworben hat.
Eingraviert ist "Dominion Hockey Challenge Cup", doch die Silberschüssel wird schnell nach dem Spender als Stanley Cup benannt. Erstmals wird sie 1894 an den kanadischen Amateurmeister vergeben, doch da ist der Lord, Sohn des dreimaligen britischen Premierministers Edward Smith-Stanley, schon wieder nach England zurückgekehrt.
18,5 Zentimeter ist der ursprüngliche Pokal groß, um den ab 1910 nur noch Profis spielen und den bis heute der NHL-Champion in die Höhe stemmt. Doch das wertvolle Stück hat sich über die Jahre stark verändert.
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Inzwischen misst der Stanley Cup fast 90 Zentimeter und ist gut 16 Kilogramm schwer. Er ist riesig, 2394 Namen von Titelgewinnern sind derzeit eingraviert (als erstes Team wurden 1907 die Montreal Wanderers im Cup verewigt). Und es wurde reichlich gepatzt. Buchstabendreher, Schreibfehler, alles ist dabei. Jacques Plantes Name wurde fünfmal eingeritzt, jedesmal anders.
Der Stanley Cup ist im Gegensatz zu anderen Trophäen ein echter Wanderpokal, er wird Jahr für Jahr von Champion zu Champion weitergereicht. Die Gewinner dürfen etwas Zeit mit ihm verbringen, so auch Dennis Seidenberg. Der Verteidiger, 2011 mit den Boston Bruins NHL-Meister, ließ seine beiden Töchter darin taufen.
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