Februar 1952 im Bislett-Stadion von Oslo. Richard T. Button, den alle in der Eislauf-Szene nur Dick nennen, zögert einen kurzen Moment. Dann schraubt sich der US-Amerikaner in die Luft, rotiert dreimal und landet sauber auf der Kufe.
Damit war nicht nur der zweite Olympiasieg des damals 22-Jährigen perfekt, Button hatte auch Sportgeschichte geschrieben. Sein Rittberger war der erste in einem Wettkampf gestandene Dreifachsprung. Ein grandioser Triumph für Button, der als aktiver Läufer auf dem Eis stets den Sport über die Kunst stellte.
Das änderte sich in Buttons zweitem Leben nach der ersten Karriere radikal. Eis-Theater, Musicals auf Kufen, Profi-Weltmeisterschaften, glamouröse TV-Shows - ohne Button lief nichts in diesem eisigen Genre, mit dem sich seit den Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Nordamerika gute Dollars verdienen ließen.
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Da gehörte bei seinen Nachfolgern der dreifache Rittberger längst zum Standardprogramm. Als erste Frau stand 1968 die Chemnitzerin Gaby Seyfert, Olympiazweite von Grenoble, diesen Sprung. Doppel-Olympiasieger Yuzuru Hanyu aus Japan präsentierte 2016 als erster Läufer den vierfachen Rittberger.
Nach Olympia 2010 in Vancouver zog sich Button auch als TV-Experte aus dem Eisgeschäft zurück. Den Sport, der ihn berühmt gemacht hat, genießt der mittlerweile 91-Jährige nur noch vor dem Fernseher. Wie zu hören ist, immer noch mit einer der von ihm so geliebten Zigarren im Mundwinkel.
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