Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf juristische Quellen am Freitag vermeldete, wird Beyer wegen sexueller Übergriffe in mindestens sechs Fällen angeklagt.

Auslöser war die Anschuldigung der früheren Paarläuferin Sarah Abitbol, Beyer habe sie als Jugendliche sexuell missbraucht. Dies hatte sie im vergangenen Februar öffentlich gemacht. Daraufhin leitete die französische Justiz eine Voruntersuchung ein.

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Der Coach hatte sein Fehlverhalten später zugegeben und die mittlerweile 45 Jahre alte frühere WM-Dritte um Entschuldigung gebeten. Neben Beyer waren auch seine Trainerkollegen Jean-Roland Racle und Michel Lotz von anderen Läuferinnen beschuldigt worden, sich sexueller Übergriffe schuldig gemacht zu haben. Die Vorgänge sollen sich zwischen Ende der 1970er und den 1990er Jahren ereignet haben.

Das französische Olympia-Komitee CNOSF hatte den Opfern seine volle Unterstützung zugesagt. "Die Freiheit der Rede, die heutzutage viele Sektoren der Gesellschaft betrifft, muss aufrechterhalten werden, damit die Gerechtigkeit walten kann", hieß es in einer Erklärung des CNOSF. Man werde die "volle Verantwortung im Einklang mit dem Code of Sport wahrnehmen".

Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu hatte im Zuge der Ermittlungen Eislaufpräsident Didier Gailhaguet zum Rücktritt aufgefordert. Gailhaguet stand mit einer zwischenzeitlichen Unterbrechung (2004 bis 2007) seit 1998 an der Spitze des Verbandes. Er folgte dieser Aufforderung erst mit einiger Verspätung und wurde inzwischen durch die zweimalige Eistanz-Europameisterin Nathalie Pechalat ersetzt.

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