Schließlich könnte der Zeitpunkt kaum besser gewählt sein. Selbst die stets super-ehrgeizige Blondine hatte spätestens seit dem ersten gemeinsamen Weltmeistertitel mit Massot im März eine gewisse Entspannung erkennen lassen. "Die Sehnsucht nach Gold ist gestillt", sagte die gebürtige Ukrainerin im ZDF-Sportstudio.

Seither haben sich überdies neue Geschäftsfelder aufgetan. Mehr als ein Dutzend Revueauftritte sind schon fixiert, zudem wird Savchenko im nacholympischen Winter die US-Paarlaufmeister Alexa Scimeca-Knierim und Chris Knierim betreuen, die Vorfreude auf die Zusammenarbeit ist groß: "Ich bin sehr glücklich, dass ich schon bald meine Leidenschaft mit einem derart hart arbeitenden Paar teilen kann."

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Und kaum jemand zweifelt daran, dass die 34-Jährige ihren neuen Job perfekt erledigen wird. "Ich kenne Aljona ja schon sehr lange. Sie steckt voller Ideen und wird ganz sicher eine sehr gute Trainerin werden", sagte Eistanz-Bundestrainer Martin Skotnicky dem SID.

Schon bei der phänomenalen Olympiakür "Die Welt von oben" hatte sich die sechsmalige Weltmeisterin bei der Choreographie eingebracht. Und auch Goldcoach Alexander König beriet sich gerade in der vergangenen Saison immer wieder mit seinem Schützling bezüglich der Trainingsplanung, "was immer eine große Hilfe war".

Gesundheitliche Probleme bei Massot

Dass der 51-Jährige Oberstdorf mittlerweile verlassen hat und aus privaten Gründen nach Berlin zurückgekehrt ist, spricht ebenfalls für ein Karriereende, denn Savchenko möchte im Allgäu sesshaft werden. Massot hingegen zieht es grundsätzlich zurück nach Frankreich, zumal seine Verlobte im Oktober das erste gemeinsame Kind erwartet.

Gesundheitliche Probleme kommen beim 29-Jährigen hinzu. Seit Jahren kämpft Massot mit schmerzhaften Rückenproblemen, Savchenko leidet unter chronischen Beschwerden im Knöchel.

Seinen Dank für die Chance, in und für Deutschland Olympiasieger zu werden, hatte der Franzose schon im März in einem ausführlichen Interview mit der L'Equipe formuliert: "Ich habe das Land gewählt, dass mir die besseren Bedingungen anbot. In Frankreich unterstützt man nur Sportler, die schon Erfolge hatten. In Deutschland unterstützen sie dich, damit du Ergebnisse erreichst."

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