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Einbürgerung kommt: Massot und Savchenko dürfen von Olympia-Medaille träumen

Einbürgerung kommt: Massot und Savchenko dürfen von Olympia-Medaille träumen
Von SID

24/11/2017 um 08:27Aktualisiert 24/11/2017 um 15:20

Prüfung bestanden, freie Fahrt für Pyeongchang: Gut zwei Monate vor den Olympischen Winterspielen (9. bis 25. Februar) wird Paarläufer Bruno Massot eingebürgert. Der Partner der fünfmaligen Weltmeisterin Aljona Savchenko soll in der nächsten Woche endlich seinen deutschen Pass erhalten. Savchenko/Massot gelten als Medaillenkandidaten für die Spiele in Südkorea (live im Eurosport Player).

"Diese Einbürgerung hätte bereits in dieser Woche vollzogen werden können, jedoch verschiebt sich der Termin aufgrund der Teilnahme am Grand Prix Wettbewerb in Lake Placid auf die nächste Woche", teilte der Verband mit. Massot hatte am 10. November die zwingend erforderliche deutsche Sprachprüfung abgelegt, davor war der 28-Jährige zwei Mal durchgefallen.

"Der Direktflug nach Montreal war daraufhin viel leichter, kürzer und gelöster als alle Flüge vorher", sagte Trainer Alexander König nach dem Training in Lake Placid:

"Uns ist ein Stein aus dem Rucksack gefallen, der inzwischen mindestens fünf Kilo wog."

Durch die Last-Minute-Einbürgerung von Massot steht dem sportlichen Kampf um die ersehnte Olympia-Medaille nichts mehr im Weg.

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Entsprechend groß war die Erleichterung auch bei Massot, der nach der Rückkehr in der kommenden Woche endlich seinen deutschen Pass erhalten soll. "Mir ist eine große Last von der Schulter gefallen. Ich bin glücklich. Die letzten Wochen waren hart für mich", sagte der 28-Jährige. Vor dem Grand-Prix-Start am Wochenende seien sogar seine Rückenprobleme "auf einmal verschwunden", im Training habe er "keine Schmerzen gespürt".

Massot: "Wollen Olympia-Sieger werden"

Massot hatte am 10. November die zwingend erforderliche deutsche Sprachprüfung abgelegt, davor war der 28-Jährige zwei Mal durchgefallen. "Ich war mir sicher, dass es klappen würde, denn ich denke immer positiv, und Bruno hat viel gearbeitet", sagte die fünfmalige Weltmeisterin Savchenko. Nach zwei missglückten Prüfungen hatte Massot zuletzt intensiv mit dem Oberstdorfer Lehrer Andreas Groß Vokabeln und Grammatik gepaukt - mit Erfolg. "Die deutsche Grammatik ist wirklich schwierig, viel schwerer als die englische, und ich muss mich noch weiter verbessern", sagte Massot.

Nun gilt die volle Konzentration des Vorzeigepaares der Deutschen Eislauf-Union (DEU) aber erst einmal dem Saison-Höhepunkt im Februar. Denn Savchenko/Massot gelten bei den Olympischen Spielen nicht bloß als Medaillenkandidaten. In Pyeongchang soll Gold her. "Wir sind bei der WM im Februar so knapp an der Goldmedaille vorbeigeschrammt, dass es im kommenden Jahr unser einziges Ziel sein kann, ganz oben auf dem Podium zu stehen", hatte Massot zuletzt gesagt: "Wir wollen Olympiasieger werden."

Dafür feilen er und Savchenko zurzeit in den USA an ihrem Programm. Beim Skate America laufen sie am Wochenende die Kür, mit der sie bei den Spielen auf den großen Coup hoffen. Lange zittern um ihre deutsche Staatsbürgerschaft musste vor zwölf Jahren übrigens auch die gebürtige Ukrainerin Savchenko. 2005 noch Partnerin des Chemnitzers Robin Szolkowy, fiel die Entscheidung der Behörden seinerzeit Mitte Dezember, erst damit war der Weg zu den Spielen 2006 in Turin frei. 2010 und 2014 holte das Duo Bronze.

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