Februar 1911 wurde Ulrich Salchow in Berlin zum zehnten und letzten Mal Eiskunstlauf-Weltmeister, eine kaum zu übertreffende Bestmarke.
Schon drei Jahre zuvor hatte der Schwede Sportgeschichte geschrieben. Bei den Spielen von London 1908 gewann Salchow als erster Wintersportler überhaupt Olympia-Gold. Bei Sommerspielen, 16 Jahre vor den ersten offiziellen olympischen Winterspielen 1924 in Chamonix.
Aber bis heute namentlich präsent bei allen großen Championaten der Kufenstars ist der 1877 in Kopenhagen geborene Skandinavier wegen des von ihm kreierten und nach ihm benannten Sprungs. Kein Programm kommt ohne dieses Element aus, ein Sprung, der einwärts-rückwärts abgesprungen und auswärts-rückwärts gelandet wird.
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Der Erfinder beschränkte sich noch auf die einfache Variante. mittlerweile gehören bei Damen und Herren vierfache Rotationen zum Programm. Kurios: Bei seinem Olympia-Comeback 1920 in Antwerpen wurde Salchow - schon 42 Jahre alt - sein eigener Sprung zum Verhängnis. Er stürzte - und blieb als Vierter ohne Medaille.
Dass man seinen Sprung mit drei oder später sogar vier Umdrehungen präsentieren konnte, erlebte Salchow, von 1925 bis 1937 Präsident des Eislauf-Weltverbandes ISU, nicht mehr mit. Gezeichnet von einer Nervenkrankheit starb er 1949 in Stockholm im Alter von 71 Jahren.
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