Sie reckte beide Daumen in die Höhe und strahlte in die TV-Kamera: Der deutschen Eiskunstlauf-Meisterin Nicole Schott ist exzellent in die Welttitelkämpfe in Mailand gestartet. Dank eines nahezu fehlerfreien Kurzprogramms und trotz einer zweiwöchigen Krankheitspause nach Olympia platzierte sich die Essenerin auf Rang zwölf des Zwischenklassements und stellte dabei mit 61,84 Punkten einen neuen persönlichen Saisonrekord auf.
Zum Entzücken des Publikums setzte sich Lokalmatadorin Carolina Kostner nach einer zauberhaften Kurzkür an die Spitze und verdrängte mit 80,27 Punkten Olympiasiegerin Alina Sagitowa aus Russland (79,51) auf Rang zwei, Dritte ist die Japanerin Satoko Miyahara (74,36). Titelverteidigerin Jewgenija Medwedjewa (Russland) fehlt wegen einer Fußverletzung.

Schott winkt bestes WM-Ergebnis der Karriere

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"Ich habe die ganze Saison mit diesem Kurzprogramm gekämpft. Umso glücklicher bin ich, dass es diesmal so gut gelaufen ist", sagte Schott, die sich mit einer guten WM-Leistung für eine Grand-Prix-Mominierung im nacholympischen Winter empfehlen möchte. Erleichtert fiel sie nach ihrer Kurzkür ihrem Coach Michael Huth, bei dem sie in Oberstdorf trainiert, in die Arme. Zum Ohrwurm "Nella Fantasia" aus dem Spielfilm "Mission" spulte die Olympia-18. ihre Höchstschwierigkeiten sauber ab. Der dreifache Flip war ebenso sehenswert wie die Kombination aus zwei dreifachen Toe-Loops. Ganz in Blau gehüllt, konnte die Sportsoldatin auch choreographisch überzeugen.
Schott winkt damit in der Kürentscheidung am Freitag (18:30 Uhr/live bei Eurosport 2 und im Eurosport Player) ihre bislang beste WM-Platzierung. Bislang steht Rang 19 von den letztjährigen Welttitelkämpfen in Helsinki zu Buche. Bei den Europameisterschaften im Januar in Moskau hatte sich die 21-Jährige Rang zehn erkämpft Mit ihrer Führung bereitete die bereits 31 Jahre alte Kostner einen hochemotionalen Abschied von ihrer langen Laufbahn vor. Die über Jahre hinweg in Oberstdorf trainierende Südtirolerin wird ihre Karriere mit der WM in Mailand beenden.
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