Bei der EM in Heerenveen überzeugte der 25-Jährige aus Inzell am Wochenende mit konstant guten Leistungen und belohnte sich mit der Bronzemedaille.
Dufter kam nach je zwei Läufen über 500 m (34,79 Sekunden/35,23) und 1000 m (1:08,57 Minuten/1:08,93) auf 138,770 Punkte. "Zwei gute Rennen mit einem guten Ausreißer über 500 m waren die Basis für meinen Erfolg", sagte Dufter anschließend: "Es ist ein schönes Gefühl, dass die Vorbereitung so gut funktioniert hat." Der Titel ging an den Niederländer Thomas Krol (137,955) vor dessen Landsmann Hein Otterspeer (138,645).
Der zweite deutsche Top-Läufer Nico Ihle stürzte beim zweiten 500-m-Rennen in der zweiten Kurve und konnte über die anschließenden 1000 m nicht mehr antreten. "Es war ein blöder Kurveneingang. Ich musste noch einen Zwischenschritt machen, dann habe ich einen Klotz berührt, bin mit dem Schlittschuh weggerutscht und in die Bande geknallt", sagte Ihle: "Als ich auf dem Eis lag, konnte ich das rechte Auge erst nicht öffnen. Ich dachte, so fühlt sich ein Boxer, der k.o. geschlagen wurde."
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22/06/2021 AM 05:55
Bei den Frauen siegte Jutta Leerdam (Niederlande/149,385 Punkte), Katja Franzen (Inzell/155,790) wurde Zehnte.
Olympiastarter Dufter und drei andere Läufer aus der Kernmannschaft der Sprinter hatten am vergangenen Montag Missstände im Verband unter der neuen Führung um Präsident Matthias Große angeprangert. Es werde nicht im Sinne der Sportler entschieden, sondern nach Eigeninteressen. "Persönliche Differenzen und Machtbestrebungen Einzelner stehen über allem", so einer der Vorwürfe.
Viele Athleten der DESG seien momentan "sehr unzufrieden" mit der Situation, in der sie sich individuell befänden. Insbesondere die nicht vollzogene Vertragsverlängerung zum Jahresende mit dem langjährigen Coach Danny Leger sorgte für Unmut.
Große reagierte verärgert und kündigte "Konsequenzen" an. Das Präsidium werde adäquat der Satzung reagieren. Am 22. Januar will Große zudem gemeinsam mit der Generalbevollmächtigten Nadine Seidenglanz "ausführlich" über diverse Themen informieren, darunter die Neubesetzung der Trainerpositionen, das neue sportliche Konzept sowie die Neuausrichtung des Verbandes.
Neben der Sprint-EM fand in der niederländischen Eisschnelllauf-Hochburg Heerenveen am Wochenende auch die Allround-EM statt. Dabei setzte sich Patrick Roest durch. Bei den Frauen siegte Antoinette de Jong (beide Niederlande). Die deutschen Starter hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.
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