Eisschnelllauf

Neuer DESG-Präsident Große will Neuanfang: "Faires, respektvolles Miteinander"

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Friedensangebot vom neuen DESG-Präsidenten

Fotocredit: SID

VonSID
05/07/2020 Am 11:48 | Update 05/07/2020 Am 12:06

Matthias Große hat eine Woche nach seiner umstrittenen Ernennung zum Präsidenten der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) ein Friedensangebot unterbreitet. Der Lebensgefährte der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein stehe "gerne für einen Neuanfang zur Verfügung. Einen, der auf ein faires, respektvolles Miteinander setzt. Einen, der persönliche Eitelkeiten zurückstellt",...

Der Lebensgefährte der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein stehe "gerne für einen Neuanfang zur Verfügung. Einen, der auf ein faires, respektvolles Miteinander setzt. Einen, der persönliche Eitelkeiten zurückstellt", schrieb Große in einem offen Brief: "Während meiner Amtszeit als DESG-Präsident kann sich jeder auf einen fairen und vertrauensvollen Umgang verlassen. "

Mit "Transparenz und Mitsprache" sowie dem Versprechen, die "Belange der Athleten und Athletinnen in den Vordergrund" zu rücken, will Große den kriselnden Verband, der "öffentlich zuletzt ein jämmerliches Bild abgegeben" und sich "erfolglos, ideenlos, führungslos" präsentiert habe, wieder zu alter Stärke führen: "Jeder von Euch ist eingeladen, daran mitzuwirken, die DESG wieder zu altem Ruhm zurückzuführen und in neuem Glanz erstrahlen zu lassen", schrieb Große an die DESG-Mitglieder.

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Zunächst wolle er sich einen Überblick über die Finanzen des klammen Verbandes machen, Corona-Hilfsanträge stellen und die "finanzielle Gesundung durch die Gewinnung eines neuen Hauptsponsors" vorantreiben. "Ich hoffe, wir sind alle einer Meinung, dass ein Verband wie die DESG in der Lage sein sollte, seinen Top-Athleten ideale Trainingsbedingungen zu bieten", so Große: "Leistung muss sich wieder lohnen. Persönliche Befindlichkeiten müssen dem Erfolg untergeordnet werden."

Die Ernennung Großes, der bis zur Mitgliederversammlung im September zunächst kommissarisch im Amt ist, hatte für reichlich Kritik gesorgt. "Ich habe seine Kandidatur nicht befürwortet und halte ihn auch weiterhin nicht für einen geeigneten Präsidenten", sagte DESG-Athletensprecher Moritz Geisreiter. Im Lager der deutschen Eisschnellläufer hatte es über Jahre gebrodelt, vor allem die Personalien Große und Pechstein spalteten die Szene und führten zu hässlichen Auseinandersetzungen.

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