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Azoren Rallye 2016: Ralfs Sirmacis jagt ERC-Champion Kajetan Kajetanowicz

Azoren Rallye 2016: Sirmacis jagt den Champion

03/06/2016 um 12:34Aktualisiert 05/06/2016 um 12:39

Skoda-Pilot Ralfs Sirmacis will seinen guten Lauf nach dem Sieg bei der vergangenen Rallye Akropolis nahtlos fortsetzen. Der Lette konnte seine großen Ambitionen zum Auftakt der ERC-Rallye auf den Azoren sofort unterstreichen. Am ersten Tag des Events entwickelte sich ein enges Duell zwischen ERC-Champion Kajetan Kajetanowicz (Ford) und dem aktuell heißesten Eisen aus dem Skoda-Fabia-Lager.

Am Donnerstag ging es nach dem Qualifying sofort auf die Jagd. Die beiden Kontrahenten hatten sich schon bei der Wahl der Startreihenfolge belauert. Während der Qualifying-Schnellste Alexey Lukyanuk erwartungsgemäß Startplatz 15 gewählt hatte - und somit als Letzter der Top 15 auf die Schotterpisten durfte -, suchte sich Kajetanowicz überraschend Position zwölf aus. Im kleinen Startplatz-Poker zog Sirmacis cool mit: Rang elf.

Auf dem ersten von insgesamt vier Teilabschnitten am Donnerstag zahlte sich das Spiel zunächst für den Polen am besten aus. Kajetanowicz siegte knapp vor Lokalmatador Ricardo Moura (Ford) und Sirmacis, der sich zunächst 1,1 Sekunden Rückstand einfing. Für Lukyanuk war der Spaß indes sofort vorbei. Der Weißrusse fing sich einen Schaden vorne links ein. "Nichts gebrochen, aber Lenkrad schief", so sein Kommentar.

"Auto war gut, ich nicht"

Auf dem zweiten Abschnitt über 7,1 Kilometer wendete sich das Blatt im Kampf um die Spitze. Auf dem schnellen Teilstück ließ Moura seine Ortskenntnisse in den Gasfuß wirken: Platz eins mit 1,2 Sekunden Vorsprung auf Sirmacis und satten 6,1 auf Kajetanowicz. Der Lokalheld übernahm damit die Gesamtführung, sein Markenkollege aus Polen war plötzlich nur noch Dritter. "Auto war gut, ich aber nicht", so Kajetanowicz nach SS2. "Ich war zu zögerlich."

Dies änderte sich auf dem dritten Abschnitt grundlegend. Der amtierende ERC-Champion schenkte Sirmacis auf dem engen und von Feuchtigkeit bestimmten Kurs über 13,5 Kilometer elf Sekunden ein und brachte sich an die Spitze.

"Total nass, völlig verrückt!"

Die Überraschung auf dem dritten Teilstück war jedoch Lukyanuk, der sich trotz eines Aufhängungsschadens die Bestzeit notieren ließ. "Da war ich echt am Limit", so der Ford-Pilot. "Vielleicht sollte ich es nicht übertreiben. Aber die Stages machen einfach Spaß!"

Den Abschluss des Tages bildete eine Superstage von nicht einmal vier Kilometern Länge. Viel aufzuholen gab es über eine solch kurze Distanz nicht - eigentlich nicht. Sirmacis ließ seinen Skoda Fabia RS aber glühen und wuchtete sich mit einer deutlichen Bestzeit an Kajetanowicz heran. "Es ist total nass gewesen, völlig verrückt", so Sirmacis nach SS4. "Bei mir war es schwierig, denn nach den ersten drei Abschnitten waren meine Reifen komplett hinüber", so der führende Champion.

Gesamtwertung nach Tag 1 (Top 8):

1. Kajetan Kajetanowicz (Ford) - 22:30.8 Minuten

2. Ralfs Sirmacis (Skoda) + 1,0 Sekunden zurück

3. Alexey Lukyanuk (Ford) + 3,7

4. Ricardo Moura (Ford) + 10,5

5. David Botka (Citroen) + 35,0

6. Antonin Tlustak (Skoda) + 35,4

7. Fernando Perez (Ford) + 35,6

8. Pedro Meireles (Skoda) + 36,0

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